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Oberfeldwebel

Terence Sheridan (AF) Terence Sheridan ist männlich
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2293
'The Patriot' bricht an der Spitze eines Konvois, unter der Führung von Jones Brimgstone, in die Gebiete der Todeszone auf.

Oktober 2295
Aus ressorcielen Gründen übernimmt die erste ur-KI die Kontrolle der Zivilschiffe und überwacht die Stasis wärend der Impulsflüge.

2300
Die KI Sin wird sabotiert und weckt die Kolonisten unplanmäßig aus der Stasis.
Der Konvoi folgt seit 13 Monaten einem abweichendem Kurs und es werden sieben Schiffe vermisst.

Juli 2300
'The Patriot' landet notgedrungen auf einem M-Klasse Planeten.
Die Kolonie Amarr wird gegründet, das System in Terramar benannt.

Februar 2301
Das erste Kolonialrat wird durch die KI Sin nominiert.
Jonse Brimgstone als kolonialer Intendant bestätigt. Der letzte Planet des Systems wird besiedelt.

2302
Das Subraumrelay Echolon wird in Betrieb genommen und die erste Konstruktionswerft für Wartungsarbeiten und Erkundungsschiffe wird eingeweiht.

2303
Der Planet Utapau III wird nach Ressorcen gescannt. Noch im selben Jahr lässt sich eine kleine Forschungsgruppe auf dem Planeten nieder.

2307
Die letzten Kolonisten erreichen in Stasis das Terramar System und das Utapau System wird erfolgreich erschlossen.

2309
Jones Brimgstone gründet die Brimgstone Society und ernennt Amarr zur Hauptstadt der Kolonien. Erste Spannungen im Kolonialrat werden spührbar.

Mai 2311
Es verschwinden geheime Forschungsdaten der Society Wissenschaftler auf Utapau III und das Forschungsteam wird durch einen Unfall getötet.

2315
Der Kolonialrat wird aufgelöst und das Kastensystem wird etabliert. Die gestohlenen Forschungsdaten von Utapau III tauchen wieder auf und damit die Superus. Die Randkasten reagieren argwönisch auf die Andersartigen und machen ihrem Frust Luft.
Die Patriots übernehmen mit Einverständnis der Society und Nephilim die Kontrolle und verbieten jeden Anflug nach Utapau III. Von Furcht gesteuert greifen die Randkasten zu den Waffen und rüsten ihre Fracht- und Spähschiffe zu Angriffsschiffen. Die Sin-KI wird umprogrammiert und zur Steuerung der Kampfschiffe verwendet. Utapau III wird unter Blockade der Randkasten gestellt und es wird die Auslieferung der Superus -zu Untersuchung sowie Befragung- verlangt. Die Patriots verweigern die Auslieferung und es kommt zu ersten Scharrmützeln.
Die ersten Kastenkämpfe beginnen.

2325
Die Superus nutzen ihre auf Utapau III geborgene Technologie um die Kämpfe vorläufig zu beenden und die ersten Pläne zur Gründung eines abgelegenen Refugiums werden gefasst. Das Kastensystem bleibt erhalten. Doch die Superus spallten sich aufgrund der zehnjährigen Kämpfe in zwei Blöcke auf.

2335
Der schwarze Sektor wird erforscht. Die neuen Orden der Kleriker und der Gammatron verursachen mehr und mehr erneute Spannungen. Die entdeckte Technologie von Utapau III wird den Kasten zur Verfügung gestellt.
-Projekt Deep Eye wird ins Auge gefasst.-

2340
Die Gammatron beginnen hinter verschlossenen Türen eine Mundkampange gegen die Kleriker und weiten ihren politischen Einfluss unter den Randkasten aus. Die Tafeln von Basait Chrasta werden wärend dessen auf Utapau III gefunden und lösen Kontroversen aus.
Die Sin II-KI wird in Auftrag gestellt und die Nephilim Kaste nutzt das Wissen von Utapau zur Konstruktion von Maßendivisionen um der überlegegen Sin II-KI etwas entgegen zu sätzen. Auf Amarr wird die 2. Generation an Führungspersönlichkeiten von der Brimgstone University of Leaderhip entlassen.
Unter ihnen Ragnos M. Kalifar III & Oran Core.

2345
Sin II übernimmt die ersten Schiffskontrollen der Randkasten und steuert die ersten vollautonomen Spähschiffe der Deep Eye Klasse in den schwarzen Sektor.
Die Klufft zwischen den Randkasten und den drei Machthabenden wird unüberbrücklich. Jeder diplomatische Versuch der Kleriker wird von den Gammatron abgeschmettert. Jones Brimgstone leidet unterdessen an einem irreparablen Gendeffekt.

Dezember 2345
Der Kleriker Arlon Raven ist einer der Ersten, der als Absolvent der Brimgstone University of Leadership seine Prüfung zum Kleriker Gesandten durchläuft. Mit an seiner Seite Angehörige der Randkasten.
Diese Entwicklung nutzen die Randkasten und senden eine Nachricht nach Amarr. Unter dem Banner der Gammatron beginnt der erste Teil des Ordenkrieges.
Der Kleriker Raven übernimmt die Führung einer Maßendivision um drei Schiffe der Prophet Klasse aufzuhalten.

2360
Raven schlägt die Gammatron an mehreren Fronten, die Randkasten verschwinden völlig im Verlauf des Krieges unter der Führung der Gammatron. Die Kleriker Novizin Vandar Shan wird Arlon Raven als neue Schülerin zugeteilt und beendet somit ihre Vorträge an der Akademie des Ordens.
Jones Brimgstone stirbt an voranschreitender Zellendegeneration.

2363
Die Hochburg der Gammatron Utapau V fällt an Arlon Raven. Dabei fallen ihm die gestohlenen Taffeln von Basait Chrasta in die Hände. Die Randkasten geben ihre Kapitulation bekannt.
Noch im gleichen Jahr konfrontiert Arlon Raven den Rat der Kleriker mit den Tafeln von Basait Chrasta und wiedersätzt sich seinen Meistern indem er sich auf die Suche nach dem sieben Schlüsseln macht.

August 2365
Arlon Raven hat sich zum neuen Lord-Gammatron ernannt und hat den ersten der sieben Schlüssel auf Utapau VII gefunden. Um damit den besiegten Gammatron in den schwarzen Sektor zu folgen.
Auf Amarr wird das Projekt le superus terrible in Auftrag gegeben.
Die Nachkommen von Ragnos M. Kalifar III & Oran Core werden gebohren.

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Dieser Beitrag wurde 15 mal editiert, zum letzten Mal von Terence Sheridan: 02.04.2007 12:40.

30.07.2006 19:38 Terence Sheridan ist offline Beiträge von Terence Sheridan suchen Nehmen Sie Terence Sheridan in Ihre Freundesliste auf


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Der Dschungelmond Dxun Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Spähtruppen der 501. Legion auf Dxun am 24.12.2392:

Der Dschungelmond Dxun war im Verlauf der letzten 50 Jahre des terramanischen Bürgerkrieges und zum Schluss der Ordenskriege des öffteren Hauptschauplatz von ungezählten Kämpfen, kleineren Scharrmützeln und Stützpunkt für jeden.
Immer wieder war einer der Hauptgründe für eine Verlustrate von ca. 80% (eine genaue Zahl ist niemandem bekannt) die einheimische Flora und Fauna. So sprachen Replikanten immer wieder von zermürrbenden Schreien von Soldaten die in der Nacht von ungesehenen Tieren verschleppt und noch im selben Moment dabei verspeist wurden. Unheilbare Krankheiten, eine natürliche Reaktion des Mondes auf die außerirdischen Eindringlinge, waren der zweite Hauptgrund für hohe Verluste. So kam es oft vor das sich feindliche Truppen mit nur einem Drittel der ursprünglichen Kräfte begegneten. Davon überlebte wiederum nur ein Viertel, nicht auf Grund des feindlichen Feuers, sondern auf Grund einheimischer Tiere die im Dschungel wiedereinmal ihr Territorium und ihre Nisstplätze verschoben.
So bezog sich das durchschnittliche Leben, eines neueingetroffenen Legionärs auf Dxun, auf 7 Minuten!

Mitte 2388 fand vorläufig der letzte Kampf statt, als sich mehrere hundert schwarze Novizen nach Dxun begaben um die letzte offiziele Kleriker Gruppe zu finden.
Keiner kam zurück. Kurz darauf wurde der Mond -trotz unbestimmter Feindzahl- bombardiert und als hätte niemand aus den vergangenen Fehlern gelernt, landeten vier Jahre später wieder Truppen auf Dxun... angeblich. Story in Arbeit...

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Dieser Beitrag wurde 6 mal editiert, zum letzten Mal von Terence Sheridan: 03.11.2006 14:06.

03.11.2006 10:16 Terence Sheridan ist offline Beiträge von Terence Sheridan suchen Nehmen Sie Terence Sheridan in Ihre Freundesliste auf


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Das Celestia System Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Celestia III:


Klassifizierung: M
Kolonisiert: 2300
Bevölkerung: 60.000 Zilvilisten
Spezies: Andorianer, Bajoraner, Terraner & Trill
Regierungsform: Demokratie

Besonderheiten:
- Hauptstadt Amarr
- Säule der Einigkeit
- Kastenrat
- Kathedrale der Kleriker (zerstört)

Bis zum Jahre 2390 war das Celestia System sowie der dritte Planet auch unter dem Namen Terramar bekannt. Diese nicht unbedeutende Änderung war eine Folge des Regimewechsels auf dem Planeten.
Troz der vergleichsweise geringen Bevölkerungszahl birgt die Hauptstadt Wohnraum und entsprechende Einruchtungen für eine Anzahl von mindestens 13 Millionen Individuen. Der bis zum Jahre 2397 voll ausgeföllt sein soll. Diese Einrichtungen, Häuser, Straßen etc. sind die Grundfeste des Exodus Vorhabens, welches auf Grund manigfaltiger Umstände bisher nicht realisiert wurde.
Auf den Karten des alten Terra war der Sektor und damit das System mit seinen 13 Planeten kein unbekannter. Was eine früchtetragende Kolonisation verhinderte war die interstellare Lage. Bildlich gesprochen sind die Planeten und die drei Nachbarsektoren eine treibende Insel am Rand des ehemaliegen terranischen Gebietes. Gerne Outer Rim genannt. In einem Umkreis von 149 Lichtjahren befindet sich nichts das einem Raumschiff ansatzweise einen sicheren Hafen bieten würde.

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Dieser Beitrag wurde 7 mal editiert, zum letzten Mal von Terence Sheridan: 02.04.2007 21:22.

08.11.2006 21:39 Terence Sheridan ist offline Beiträge von Terence Sheridan suchen Nehmen Sie Terence Sheridan in Ihre Freundesliste auf


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Donnerstag, 22. Februar 2393 - 14:20 Uhr
Dead Zone - Peragus Station
Terence Sheridan


Man kann den Lauf der Dinge nicht ändern, die Vergangenheit nicht ungeschehen machen, die Gegenwart nicht beeinflussen und die Zukunft nicht voraussagen. - Eine dieser Behauptungen stimmt...
Die Vergangenheit war nur noch eine blasse Erinnerung in der Gegenwart. Er erinnerte sich an nichts mehr was zwischen dem Anblick ihrer Leiche und seinem jetzigen Erwachen im Zusammenhang stand. Was Sheridan fühlte war das prickelnde Gefühl von kleinen Luftbläschen an seinem Körper die sich an den kurzen, winzigen Häarchen seiner Haut verfingen und ein kurzweiliges Kribbeln verursachten. Kurz bevor sie entgültig an seinem Gesicht vorbei, nach oben stiegen um zu zerplatzen. Der Bereich um Mund und Nase fühlte sich trockener an als der Rest seines Leibes. Ein Bläschen verfing sich an einem schweren Augenlied und verursachte einen brennenden Schmerz. Sheridan schüttelte es ab und mit ihm die Benommenheit. Er sah sich um, streckte die Arme aus und prallte an einen transparenten Wiederstand. Acryl-Glas, das zusätzlich zu der Nährflüssigkeit in der sein ganzer Körper steckte, den Raum dahinter bestialisch verzerrte.
Autonome Vorgänge wurden daraufhin gestartet. Die Luftzufuhr der Beatmunsmaske wurde unterbrochen und der Sauerstoffmangel machte sich schnell bemerkbar. Sheridan ruderte mit den Armen nach oben. Erneut ein Hindernis, dieses Mal metalisch und kälter als das flüssige Element um ihn herum. Dann zog es ihn nach unten, er ruderte erschrocken erneut hinauf als hätte er die Befürchtung in einem schwarzen Loch zu versinken. Seine nackten Füße berührten den Boden des Tanks. Der Wasserspiegel sang. Sheridan riss sich die Beatmungsmaske vom Gesicht und lächzte dankbar nach Luft. Zu eilig, es brannte in den Lungen und er musste husten. Die Schwerkraft wirkte nun doppelt so stark und seine Beine knickten ein. Kaum das die Nährlösung durch Öffnungen am Boden versickert war. Nur kurz war er wieder unter Wasser, Panik.
Wo bin ich? Was ist das? Chrasta, hilf!
Er warf sich hoch, den Kopf hinaus aus der Nährlösung und viel nach hinten gegen das kalte Glas des Tangs. Die Flüssigkeit war versickert, fort und der Schüttelfrost setzte ein. Einen kurzen Moment versuchte sich Sheridan zu beruhigen, zu sammeln. Die Sicht durch das Acryl merklich besser aber noch immer verzerrt. Kurz darauf öffnete sich der Tank und noch kältere Luft strömte hinein. Sheridan raffte sich übermütig auf, versuchte sich vergeblich abzufangen und war zu sehr in seiner Motorik eingeschränkt um seinen Kopf vor der beabsichtigten Erhöhung im Boden zu schützen.
Er verlor das Bewusstsein, nackt, benommen, geistig verwirrt und wenigen Graden über null ausgesetzt ohne zu wissen wo er war... der Anfang vom Anfang.
Wach auf, aufwachen...

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22.02.2007 15:19 Terence Sheridan ist offline Beiträge von Terence Sheridan suchen Nehmen Sie Terence Sheridan in Ihre Freundesliste auf


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Donnerstag, 22. Februar 2393 - 14:25 Uhr
Dead Zone - Peragus Station
Terence Sheridan


Woran es lag das die Temperatur sich geisterhaft erhöht hatte wusste er nicht. Villeicht war es überhaupt nicht so kühl wie Sheridan zu Beginn empfunden hatte?
Auch die Kraft in seinen Extremitäten kehrte zurück. Es musste dennoch kälter sein als es seine Nerven wahrnahmen. Jeder Atemzug bildete Kondenzwolken die träge ausströmten und verschwanden. Es herrschte bedrückende Stille, alles was hörbar wae klang hohl und gedämpft. Übertönt durch ein penetrantes Piepen in den Ohren das oftmals eine Folge von Explosionen war oder von atmosphärischem Druckabfall. Sheridan kam es vor als wäre ihm beides wiederfahren. Im ersten Moment sah er kein humanoides Wesen das ihm Gesellschaft leistete. Im ersten Moment.
Ein rundes Dutzend der Behälter, identisch mit seinem nahm den meisten Platz in dem runden Raum ein. Hinter jedem war ein Bildschirm in die Wand eingebettet, gewölbt, in absoluter Passform mit den sterilen Wänden. Ausnahmslos in jedem befand sich ein Körper. Männlich und weiblich in gleicherzahl. Mann-Frau-Mann-Frau.
Das Piepen in Sheridans Kopf wurde leiser, die Klänge deutlicher und rhytmisch. Er beachtete die Anderen nur kurz und sah hinter sich zu seinem eigenen Tang. Hohlte die Bilder von dem was so eben vorgefallen war, mit einem Schauer, vor sein inneres Auge oder wie lange er auch immer bewusstlos am Boden gelegen hatte.
Es stiegen keine Bläschen in den anderen Tangs an die Decke wie zuvor in seinem. Villeicht nur vor dem Erwachen?
Dann hörte er merklich ein Gluckern. Luftblasen die an die Oberfläche stiegen und zerplatzten. Egal wie gestärkt er vor seiner Entlassung aus dem Tang schien. Es hätte Sheridan zuviel Mühe gekostet aufzustehen um nach der Quelle zu sehen. Er nutzte seine Arme um sich stattdessen auf die Seite zu drehen.
Tang C-7, jemand kam zu sich und nach der Reihenfolge war es erwartungsgemäß eine Frau. Das Gesicht hatte für Sheridan keinen Namen. Die kurzen weißen Haare der Frau schwebten ruhig im Wasser, kleine Bläschen stiegen an die Decke, hafteten an der schokoladenbraunen Haut und abnormalen Knochenbildungen die nicht unpassender sein konnten, lösten sich und stiegen weiter auf. Die ganze Prozedur, genau die Selbe die Sheridan zuvor in Panik versetzt hatte wiederholte sich. Sie sah ihn nicht an, zumindest erweckte sie nicht den Eindruck als sei ihr Sheridans Anwesenheit bewusst.
Alles wiederholte sich. Mit nur einer Ausnahme und zwar der das sich der Tang nicht öffnete. Der Körper der Frau bewegte sich wild. Ihre Arme tasteten panisch die runden Wände des Tangs ab.
Es konnte sich nur um Sekunden handeln, wer hätte sagen können ob diese Außerirdische, von der Spezies selbst Sheridan völlig unbekannt, zuvor noch Luft hohlen konnte?
Nach ihrem verhalten zu urteilen nicht. Das wurde ihm bewusst. Er erreichte den Tang, berührte die Scheibe als könnte die bloße Berührung das Acryl zerplatzen lassen wie einen Ballon, doch da war es bereits um sie geschehen. Der Körper schwomm schließlich reglos in der Nährlösung, die Maske löste sich von ihrem Gesicht und zum Vorschein kam ein Kiefer der Sheridan dazu bewegte zwei Schritte zurückzuweichen.
Sie war nicht die Erste gewesen die in der letzten Stunde ertrunken war. Sponntan konnte Sheridan die Anzeigen auf den Bildschirmen nicht lesen, doch nach dem Ertrinken der Frau änderten sich die Datenbilder auf dem Monitor der ihrem Tang zugeordnet war. Man musste nicht überdurchschnittlich intelligent sein um die entscheidenden Gemeinsamkeiten zwischen den Vitalzeichen der Anderen zu erkennen. Selbst ein Superus kann Tote nicht wieder erwecken.
Mit einem Gefühl des Bedauerns und einer wortlosen Wehmutsäußerung wandte sich Sheridan ab. Eine Fehlfunktion, ein bedauerlicher Unfall? Alle sind tot. Alle außer mir. Wieso?
Er konzentrierte sich nun auf das Wesentliche, auf sich. Sheridan war noch immer nackt und führ ihn war das kein akzeptabler Zustand. Kaltherzig sah er zwischen den Tangs hindurch und suchte nach Kleidung die seine Scham bedecken konnte und ihm zusätzliche Wärme spendete. Das Einzige was er fand und für seinde Bedürfnisse vorerst reichen musste war ein medizinisches Lendentuch. An den Seiten durch kleine Ringelkätchen zusammengehalten.
Er nahm es auf ohne eines der anderen elf anzurühren. Es hatte sogar seine Hüfftgröße. Die Nährflüssigkeit aus der man ihn entlassen hatte bildete hartneckige Klümpchen auf seiner Haut. Er befreite sich von allen die sich bereitwillig ablösen ließen. Einige zerteilte Sheridan auf seiner Hand und sah genauer hin. Der Anblick erinnerte ihn an etwas sehr vertrautes.
"Kolto... Naniten, das sind Kolobehälter für..." Sheridan verstummte und rieb sich den Hals. Seine Stimme versagte ohne erkennbaren Grund. Er räusperte sich und versuchte seinen Satz zu beenden. Mehr als ein Flüstern gelang ihm nicht. Kolto wird verwendet um die tötlichsten Wunden zu heilen die man sich denken kann. Aber wo sind die chirurgischen Droiden?
Neugierig sah er zu den Körpern in den Behältern. Der Gedanke das möglicherweise eines von diesen fremden Wesen zuvor Fähigkeiten besaß, die seinen ähnelten weckte in Sheridan ein unerwartetes Gefühl von Ekel und Abscheu. Dakarta in den Zellen solcher Kreaturen? Nein. Nicht nur Superus werden so kuriert. Dennoch sind Ausnahmen eine Seltenheit.
"...unwahrscheinlich."
Er rieb sich die Klumpen von den Händen und ließ die restlichen an seinem Körper haften. Mit der Zeit würden sie sich eigenständig lösen. Es gab hier nichts mehr das Sheridan tun konnte und neue Erkenntnisse erlangen... über die Bildschirme an den Wänden schien das völlig unmöglich.
Er ging zum Ausgang.

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22.02.2007 23:24 Terence Sheridan ist offline Beiträge von Terence Sheridan suchen Nehmen Sie Terence Sheridan in Ihre Freundesliste auf


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Donnerstag, 22. Februar 2393 - 14:29 Uhr
Dead Zone - Peragus Station
Terence Sheridan


Das Ausgangsschott öffnete sich nicht wie erwartet automatisch. Tatsächlich benötigte Sheridan eine gewisse Zeit um den Gedanken, das ihm das Vorankommen gezielt erschwert wurde, durch die Möglichkeit zu ersetzten das nicht jede Kultur in der Galaxis auf sensorgelenkte Vorgänge vertraute. Zur linken des trapezförmigen Schotts leuchtete eine schlichte Anordnung von drei schwarzen Bedienfeldern auf weißem Hintergrund.
Bei der genaueren Betrachtung des Panels und dem Vergleich zwischen den Vitalmonitoren der Tanks fielen ihm die farblichen Gemeinsamkeiten erst jetzt auf. Gänzlich hatten alle den selben weißen Hintergrund, auf dessen Oberfläche Symbole und Schriftzeichen in schwarz, ultraviolett und sowie marineblauen Farbtönen umeinander tanzten.
Ob das eine Bedeutung hat, lassen sich die Architekten später leichter bestimmen? Jetzt da mir dieses Detail aufgefallen ist? Sheridans Hand glitt langsam zum Panel hinauf, noch immer nicht sicher ob er so das Schott öffnen oder ein gefährliches Sicherheitssystem aktivieren, villeicht aber auch einen Alarm auslösen würde.
Er ging das Risiko bewusst ein.

Das Schott war zehn Zentimeter dick, gesichert durch zwei Sicherheitstüren die im Notfall, durch Scharniere und stählerne Zusatzbalken die unpassierbare Einheit eines Ebene 10 Kraftfeldes bilden konnten. Flüchtig warf Sheridan einen Blick nach oben. Er hatte sofort das Gefühl zwischen den Kiefern eines Predators zu stehen als er die zusätzlichen Schlosszähne an sah, die den Eindruck machten gleich zuschnappen zu wollen.
Ein weiteres Schott unmittelbar zu seiner Rechten, ein drittes an die 10 Meter voraus und dort das Vierte Schott, aus Sheridans Standpunkt Links. Direkt daneben völlte ein bläuliges Fenster die gesamte restliche linke Wand aus. Was sich erkennen ließ schien nicht viele Hinweise zu offenbaren, andererseits konnte Sheridan so zumindest sagen das dort keine Gefahr drohte. Ein Terminal stand direkt vor dem Fenster, welches sichere Einblicke bot, zwei Werktische an jeweils einer gegenüberliegenden Wand, Ausgestattet mit Werkzeugen die ihm nicht viel sagten sowie ein erkennbarer Alkoven in dem ein halbes Dutzend von pentaganischen Kisten stand.
Ein weiteres Panel, sonnst kein weiteres um die anderen Schotts zu öffnen. Es war identisch mit dem zuvor, jedoch war die Farbanordnung entgegengesetzt und dennoch war das Schott nicht offen.
Nach einer Minute begann Sheridans Geduld zu schwinden und er kam sich vor wie ein Primat der vergeblich einen Zauberwürfel zusammen zu fügen versucht. Schlussendlich erinnerte er sich nicht an die Kombination die dazu führte das sich die Panzertüren öffneten. Es war auch unwichtig, denn Sheridan hatte stattdessen eine neue Erkenntnis erlangt. Offenbar spielten Farben und Muster eine entscheidende Rolle um die Panels zu bedienen. Er sah sich aufmerksam um, warf einen detailierten Blick auf die erste Werkbank über der eine breite Lampe steriles, weißes Licht darauf verströmte. Das fremdartige Werkzeug rührte er nicht an und wittmete sich dem Computerterminal vor dem Fenster. Wie erwartet, die gleichen einheitlichen Farben. Hinzu kamen jedoch Symbole die nicht in das Gesamtbild von Trapezen, Quadraten und Rechtecken passten. Wellenförmige Linien die sich überlappten, ineinander übergingen, verschmolzen oder neben einander einher schwammen und das war das ungewöhnlichste. Die schwimmenden Bewegungen der Symbole.
Er ging systematisch vor, legte sich eine Reihenfolge fest welche der Symbole zuerst zu berühren waren. Es dauerte mindestens 10 Minuten bis er schier zufällig Überwachungsbilder aufrief. Mit dem Unterschied das er nun einige der Zeichen interpretieren und sogar für sich übersätzen konnte. Ohne die Naniten, die ihm beim Lernen und Verstehen halfen, in dem sie bei jeder Berührung passiv das System hackten, die Programmiersprache und mathematischen Reihenfolgen interpretierten, hätte Sheridan das Systems längst zum Absturz gebracht oder eine Sperrung des Terminals verursacht.
Die Kameras zeigten jeweils drei Räume. Er sah sich selbst vor dem Terminal stehen und blickte in die Richtung aus der das Bild dargestellt wurde. Dort war jedoch nichts. Das zweite gab ein ungenaues Gesamtbild der Kolto-Tanks und den toten Körpern der Außerirdischen wieder. Dann sah Sheridan auf, blickte durch das Fenster vor sich auf den Korridor und die Tür direkt gegenüber. Wieder ein genaues Dutzend an Betten, leer. Bis auf zwei.

Sheridan ließ die Naniten in seinem Körper weitere Übersätzungen an sein Gehirn leiten, um für das Voranschreiten an diesem Ort bessere Chancen zu haben und er würde weiter gehen. Er musste es, er musste ausbrechen. Aus wessen Fängen und Einfluss auch immer.
Die pentaganischen Kisten öffnete er mühelos, sah in ausnahmslos jede hinein und fand bis auf eine Phiole reinen Koltos nichts was ihm hätte nützen können. Die Phiole war dünn und lang, erinnerte Sheridan an die Kräuterzigaretten die Nepema Giwre vor vielen Jahren konsumiert hatte. Der süßliche Geruch war am Anfang recht angenehm gewesen.
Nicht ganz sicher ob sie ihm noch nützen würde platzierte Sheridan die Phiole hinter seinem linken Ohr und stellte sicher das sie so schnell nicht herunter fiel. Dann sah er wieder zum Schott das er über das Terminal öffnen konnte. Er sah die zwei humanoiden Körper aus sicherer Distanz, genauer hinter der provisorischen Sicherheit die das bläulige Fenster bot und nun sehr zerbrechlicher wirkte, genauer an.
Lange genug schloss Sheridan seine Augen um dem wortlosen Flüstern der Dakarta, das ihn schon so lange begleitete, zu lauschen. Sie sagten ihm was er für seine Sicherheit wissen musste. Einer der Körper war definetiv tot.
Doch die Informationen die ihm die Dakarta von den Strings zuraunten waren wiedersprüchliger.
Er würde sich die nötige Zeit nehmen um genauere Antworten zu erhalten.

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25.02.2007 18:26 Terence Sheridan ist offline Beiträge von Terence Sheridan suchen Nehmen Sie Terence Sheridan in Ihre Freundesliste auf


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Donnerstag, 22. Februar 2393 - 14:20 Uhr
Dead Zone - Spearhead NCC-92413
Danni Quee


"Wir nähern uns dem Planetoiden." Meldete der Navigationsoffizier aufgeregt und drosselte bereits die Geschwindigkeit bevor die Kommandantin die Meldung bestätigt hatte. Sie weitete ihre hellblauen Augen und umfasste unwillkürlich die Lehnen des Sessels. Pustete sich beiläufig eine goldgelockte Haarsträhne aus dem linken Auge.
"Sie sagen das die Koordinaten richtig sind?" "Ja, Ma'am. Der Planetoid liegt direkt vor uns oder genauer, was von ihm übrig ist." Der Navigationsoffizier atmete entmutigt aus und brachte die Spearhead, auf einer Distanz von 3 km, vor dem Feld zum stillstand. Er wusste, seine junge Kommandantin, um einige Jahre jünger als er, würde das nächste Ziel zum anfliegen befehlen.
Der nähste Pazer. Wenn das so weiter geht... Die Gedanken der Kommandantin verstummten. Sie spürte bereits die anrollende Woge der Verzweiflung, die Furcht das Danni Quee das Selbe sehen würde wie der Rest der Brückenbesatzung. Ein trostloses Asteroidenfeld das nicht vorgesehen war, in dem sich nichts wertvolles befand und das von den Langestreckensensoren zuvor nicht gemeldet wurde. Was Quee an den ramponierten Zustand ihres Schiffes erinnerte.
Der Zustand des Schiffes, der Zustand der Crew. Wieso zeigten die Sensoren nichts an? Eine schwächere Frau wäre an den Entbehrungen, den Opfern und Niederlagen die dem Schiff seit Monaten wiederfahren, zerbrochen. Dieser Gedanke hatte Quee über Wochen hinweg, immer wieder geholfen, die Moral an Bord aufrechtzuerhalten. Doch der Blick auf den Sichtschirm kratzte fühlbar an ihrer eigenen Moral. Zum ersten Mal fühlte sie die Woge der Verzweiflung in ihr größer werden und wenn sie verzweifelte, wusste sie, würde die Spearhead untergehen. Quee beschloss das nicht zuzulassen, damals nicht und heute auch nicht. Sie blieb ruhig in ihrem Sessel sitzen und streckte ihren Rücken durch.
"Fliegen Sie uns näher ran Morrows. Operations, infomieren Sie den Maschinenraum das wir mehr Energie für die wissenschaftlichen Sensoren brauchen und fragen Sie gleich nach Hilfsenergie für die Schilde an." Die Kraft und Entschlossenheit in ihrer Stimme ließ die Brückenbesatzung aufspringen als hätte sie den Angriff auf einen romulanischen Warbird befohlen. Hätte das der Wahrheit entsprochen, so hätte ein Warbird die Spearhead in ihrem jetzigen Zustand, innerhalb von Sekunden zerschossen.
Ich würde sonnst etwas für einen Warbird geben. Von mir aus auch ein Bird of Prey oder eine Avenger. Nur etwas... etwas das wircklich lebendig ist. Das Feld rückte näher, die Asteroiden wirbelten umher wie Sandkörner in einer aufkommenden Briese. Von der Konsole der Operations drang ein dumpfes Signal zu Quee herüber. Sie drehte sich in ihrem Sessel und wartete auf einen kurzen Bericht. Der Wissenschaftsoffizier legte die Stirn in Fallten und bewegte die Hände ungewohnt schnell über seine Bedienfelder. Quee spürte die Welle an Gefühlen die von dem Offizier ausgingen. Verwirrung, Skepsis und Überraschung. Als er aufsah, den Mund öffnete um auf sich aufmerksam zu machen, verstummte er kurz. Da er nicht damit gerechnet hatte die Aufmerksamkeit der Kommandantin bereits auf sich gezogen zu haben. Ihr neugieriger Blick, die gerade Haltung, die Geduld in den Augen, erinnerten den Operator erneut an Quees Herkunft und all das Übel das damit einherging.
"Der Planetoid ist nicht verschwunden. Er ist noch da, im Zentrum des Feldes." Berichtete der Trill schließlich und räusperte sich als hätte er Angst das seine Stimme versagen könnte.
"Und woher kommt dann das Feld?" Wollte der Navigationsoffizier sponntan wissen. Als eine Antwort jedoch ausblieb, der Operator stattdessen nur mit den Augenbrauen vielsagend zuckte, erkundigte sich Danni Quee erneut bei ihm nach der nötigen Zusatzenergie aus dem Maschinenraum. Es dauerte einen Moment bis sie eine Antwort erhielt.
"Die Kommleitung hat wieder eine Fehlfunktion, verdammt... wir erhalten die nötige Energie. Der Ingenieur weist jedoch daraufhin, das wir anschließend schieben werden um den nächsten Punkt auf den Karten zu erreichen." "Das hat er auch beim letzten Mal gesagt." "Nur haben wir beim letzten Mal deshalb darauf verzichtet." Kommentierte der Operator die Bemerkung der Kommandantin.
Wir fliegen auf dem letzten Tropfen. Quee wusste, bedachte man den nächsten Astrogationspunkt der Spearhead, dann lud selbst ein halbzerstörter Planetoid, dessen Zustand vor einigen Stunden unverändert war und in der Zeit auch nichts auf eine Veränderung diesen Ausmaßes hinwies, zu einem Festmahl ein. Bestehend aus den lebensnotwendigen Ressourcen für den Antrieb und die Energieversorgung. Ganz zu schweigen von Nahrung für die Crew. Außerdem spürte Danni Quee etwas das ihr Mut machte und sie kurz vergessen ließ welche Strapazen hinter ihr lagen.
"Morrows, fliegen Sie uns rein wenn Sie bereit sind."

Die Schilde der Spearhead loderten immer wieder auf, wenn einer der kleineren Brocken gegen die künstliche Energiebarriere stieß. um an ihr in winzige Fragmente zu zerbrechen. Die Stabilisatoren passten den Gleitflug den Veränderungen des Feldes an und unterstützten das noch eine, flugtaugliche Impulstriebwerk das mit voller Energie lief. Das zweite funktionierte seit geraumer Zeit nicht mehr.
Immer weiter drang das neuartige Schiff in das Labyrinth ein, bis die ersten Sensorstörungen auftraten und der Kern des Feldes von den Schirmen verschwand.

Spearhead

Donnerstag, 22. Februar 2393 - 14:33 Uhr
Dead Zone - Peragus Station
Terence Sheridan


Vorsichtig sah Sheridan von einem Körper zum anderen. Er stand in der Mitte des Raumes, umstellt von ungenutzten Betten auf denen sterile weiße Laken lagen. Mittlerweile hatte er keine Zweifel daran, das er sich momentan in den Räumen einer größeren Krankenstation befand und nach den Ausmaßen nach zu Urteilen, festigte sich in ihm die Annahme das er sich weniger auf einem Raumschiff, als auf einer Station oder einem fensterlosen Gebäude, auf der Oberfläche eines Planeten befand. Minuten zuvor fühlte er noch nicht die Erinnerung an die kleine Krankenstation auf der Sandstorm und den Anblick der tiefe Qualen in ihm verursacht hatte. Je länger jedoch sein Erwachen an diesem Ort zurück lag, desto stärker war die Erinnerung und die Erkenntnis über ihren Tod. Der Gedanke daran ließ Sheridans Herz zu einem krampfenden Knoten zusammenschrumpfen, der zusätzlich die Schuldgefühle in ihm nährte. Doch ein wechselnder Blick zwischen dem definetiven Toten und der telepatischen Anomalität die der zweite Leichnahm aussande, ließen Sheridans Gedanken sich neu ausrichten, die Vergangenheit vergessen. Wohlwissend das die Erinnerung schneller zurückkehren würde als ihm lieb war.
Der erste Tote war wieder ein Humanoid unbekannter Zugehörigkeit. Mit kahlem Kopf und albinofarbener Haut. Zumindest vermutete Sheridan das es ein Albino war, denn die Färbung wechselte stellenhaft ins blaue und paarte sich mit einem leichten Geruch der Verwesung.
Definetiv tot. Der zweite Körper lag dieses Mal auf den Laken, auf dem Bett genau gegenüber dem Schott und nicht wie beim ersten Toten darunter, im ersten Bett vom Schott aus gesehen rechts. Der Körper roch nicht, atmete jedoch auch nicht. In Sheridan stieg die Vermutung auf das die Frauenleiche erst vor wenigen Stunden oder sogar Minuten hier abgelegt worden war. Womit es sich von selbst erklären würde wieso Sheridan eine merkwürdige Empfindung verspürt hatte. Er fühlte sich zwar kräftiger als vor einigen Minuten, doch waren seine Fähigkeiten die Dakarta zu fühlen oder zu hören noch immer stark eingeschränkt.
Und als der Körper ein Stöhnen von sich gab, ähnlich einer erwachenden alten Greisin, zuckte er vor und nicht wie er sich selbst eingeschätzt hätte zurück.

Völlig unfähig klare Schlüsse zu ziehen, stand Sheridan wie angewurzelt da und bemühte sich einen gelassenen Eindruck zu vermitteln.
Sie trug ein hellbraunes Gewandt, dessen Kapuze weit über das Gesicht gezogen war und das halbe Gesicht, einschließlich der Augen, verdeckte. Sie gab einen knurrenden Ton von sich der tief aus ihrer Kehle kam und erhob sich völlig von dem Bett. Ein kurzes Räuspern um den Kloß im Hals zu entfernen und sie sah Sheridan an. Falls sie überhaupt in den bekannten Begriffen des Sehens ihre Umgebung warnahm, denn sie war offensichtlich blind und dennoch fixsierte sie den nervösen Kleriker.
"Ihr seit schon wach? Gut. Wie fühlt Ihr Euch?" Fragte sie unbekümmert als wäre diese Frage völlig natürlich und als hätte Sheridan sie erwartet. Er hingegen wusste nicht wie, doch er war sich sicher eine Superus vor sich zu sehen.

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Donnerstag, 22. Februar 2393 - 14:30 Uhr
Dead Zone - Spearhead NCC-92413
Danni Quee, Inas Warn & Horan Morrows


Der Chronograf in der linken Lehne ihres Sessels zeigte 9:33. Danni Quee hatte die Stopuhr laufen lassen, nach dem sich der Einflugspunkt der Spearhead geschlossen hatte. Das projezierte Bild der Heckansicht, in der linken unteren Hälfte des Hauptschirms, zeigte nun ein bedrückendes Bild. Der Ausweg war inzwischen durch riesige Brocken blockiert, an denen kleinere Asteroiden entlang schrammten und einen Teil ihrer eigenen Masse dabei einbüsten, Narben in den größeren Brocken hinterließen, die gleichzeitig selbst um ihre eigenen Achsen rotierten und somit ihre Position ständig veränderten.
Quee spürte die Anspannung der Crew in jeder Pore. Sie verhinderte das die Nervosität der Crewmitglieder auf den restlichen Decks des Schiffes, die aktiv nichts beitragen konnten um den Spiesroutenlauf der mitgenommenen Spearhead sicherer zu machen, sie zu sehr ablenkten und ihre eigene Sorgen die Oberhand gewinnen ließen. Die Kommandantin verstärkte ihre mentale Schildabwehr und blendete die ablenkenden Gefühle aus. Die nervöse Umklammerung um ihre Sessellehnen ließ nach.
Ich kann selbst nichts ausrichten, außer in diesem Sessel zu sitzen und euch das Schiff sicher in das Zentrum des Feldes steuern zu lassen. Die erfrischte Erkenntnis über ihre eigene Machtlosigkeit verstärkte erneut ihr Unbehagen, die Umklammerung der Sessellehnen nahm wieder zu als seien ihre mentalen Schilde plötzlich zusammengebrochen und die Sorgen der Crew erneut über ihr eingebrochen. Für eine Frau in ihrer Position war das unverzeilich.
Ich bin die Befehlshaberin, ich bin der Fels in der Brandung... umkreist von Felsen. Danni Quee schloss ihre Augen, atmete mehrere Male durch die Nase ein und den Mund wieder aus. Sie ließ die entsprechenden Dogmen ihrer Ausbildung in ihrem Kopf wieder aufblitzen und öffnete ermutigt ihre Augen. Ein stärkerer Ruck ging durch das Schiff, Brückenoffiziere keuchten auf und ein Warnsignal ertönte von der taktischen Station.
"Die taktischen Backbordschilde sind ausgefallen." Erklang die Stimme des andorianischen Taktikers schrill. Die blauen Finger von Inas Warn schwebten über die Kontrollen seiner Station, in der Hoffnung das klaffende Schildleck noch mit etwas stopfen zu können.
Der Andorianer knurrte und hätte seinem Frust am liebsten damit ausdruck verliehen, in dem er seinen Steuerdisplays einen gewürzten Schlag verpasste. Doch die ruhige Stimme des Trill an der Operations ließ ihn inne halten.
"Leiten Sie die Waffenenergie in die Backbordschilde um!" "Die Waffen brauchen wir um die Asteroiden vor uns in Weltraumdreck zu verwandeln. Auf keinen Fall---" "Tun Sie es!" Mischte sich die Kommandantin ein und erhob sich aus ihrem Sessel. Ihre Stimme hatte dabei einen schneidenden Tonfall. Der Andorianer setzte zu einer Entgegnung ein. Doch unter dem bohrenden Blick der Kommandantin gab er nach. Nach der Ausführung des Befehls senkte der Andorianer sein Haupt und ließ seine Fühler, zusätzlich zu seinen Schultern, schlaff herunterhängen. Danni Quee konnte es ihm nicht verübeln. Inor Warns Aufgabe in den letzten 10 Minuten war es die Schilde und Waffen zum Schutz des Schiffes einzusätzen. Jetzt fühlte er sich als hätte man ihm einen Arm amputiert.
Quee senkte einen Moment ihre mentalen Schilde um sich ihre Vermutung bestätigen zu lassen. Dann hob sie sie wieder, blendete andere Gefühle die sich diese Lücke nutzbar machen wollten aus und sah zur Navigation.
Letztenendes lag das Schicksal der Spearhead nur in den Händen von Flight Officer Horan Morrows.
"Morrows..." Erklang Quees gedämpfte Stimme hinter ihm. Ihr Tonfall hatte diesesmal etwas unterschwällig flehendes. Der Pilot sah hinter sich, in den letzten zehn Minuten der einzige Augenblick der nicht auf seine Kontrollfelder gerichtet war. Der Terraner lächelte aufmunternd und deutete wortlos zum Schirm.

In den Augen der Meisten war der Anblick des halbzerstörten Planetoiden etwas erheiterndes. Denn nach kürzester Betrachtung viel jedem sofort auf das die Asteroiden, die Fragmente des Himmelskörpers, ihren eigenen Ursprung mieden. Nichts schlug auf der Oberfläche auf.
Die Spearhead erhöhte ihre Geschwindigkeit, flog näher heran. Mit auf 17 % geschwächten Backbordschilden und restlichen 34 % auf dem Rest der schützenden Energiebarriere um das Schiff verteilt.
Doch Danni Quees Miene verfinsterte sich mit jedem restlichen Kilometer. Der glühende Kern der Peragus-Mine war noch nicht erloschen. Troz der Tatsache das ein Drittel des Felsens nur noch die Form dieses Feldes hatte.
Was ist hier passiert? Ein schrilleres Warnsignal als zuvor, wieder von der taktischen Station ausgehend, lenkte Quee von möglichen Spekulationen ab.
Der andoriansche Taktiker sah zu Morrows ohne etwas zu sagen. Der Navigator nuschelte Verwünschungen zwischen zusammengepressten Zähnen hindurch und änderte den Kurs.
Der einzigen Person an Bord der jedoch das Herz stehen blieb, war das von Danni Quee.
"Vollen Schub zurück, maximum Energie auf die Frontschilde, Traktor---" Bevor die Kommandantin ihre Befehle aussprechen konnte, verlor sie den Boden unter den Füßen.

Donnerstag, 22. Februar 2393 - 14:35 Uhr
Dead Zone - Peragus Station
Terence Sheridan & Fey'lyar


"Es stand nicht in meiner Absicht Euch zu erschrecken. Ihr seht gestärkt aus, gesünder. Keine äußerlichen Spuren die auf schwere Verletzungen schließen lassen. Gut. Also, wie fühlt Ihr Euch?" Er war sich nicht sicher ob man eine Analyse von ihm erstellte oder ob die Frau vor ihm tatsächlich besorgt war und selbst das schien sie nicht wircklich zu sein.
"Gut. Ich fühle mich gut, wenn auch verwirrt. Wer seit Ihr?" Sheridan antwortete in neutralem Tonfall, verbarg in seiner Stimme das ungewohnte Misstrauen das jedoch zum Schluss seiner Frage wieder hervorkam.
"Fey'lyar..." Die Frau drehte ihren Kopf als hätte sie garnicht bemerkt wo sie war und sah Sheridan wieder unter dem Rand ihrer Kapuze an. "...wo sind wir?" Die Frage klang überrascht und ehrlich.
Als könnte es helfen sich noch einmal flüchtig umzusehen folgte Sheridan Fey'lyars vorheriger Handlung und drehte ebenfalls fragend seinen Kopf. Dann schwieg er und setzte ein begütigendes Grinsen auf, dem ein Kratzen am Hinterkopf folgte, um etwas von den Koltorückständen zu entfernern, die ein Büschel von Haaren unangenehm an der Nackenhaut haften ließen.
"Dann stehen wir zusammen am Anfang wie es aussieht. Ich schlage vor Ihr seht Euch etwas genauer um, während ich hier auf Eure Rückkehr warte. Ist sonnst noch etwas? Ihr seht aus als hättet Ihr eine Frage." Sheridan verlagerte sein Gewicht nervös von einem Bein auf das Andere. Die Frau vor ihm hatte eine Verbindung zu den Dakarta, die so tief reichte das sie ihn von seiner eigenen Bindung zu ihnen, troz seines Status als Meister Kleriker, zweifeln ließ. Vergeblich versuchte er ihre Gedanken zu erfassen, stieß dabei jedoch auf eine mentale Barriere die so dick war das Sheridan bezweifelte sie jemals brechen zu können.
Ihren Barriere brechen? Ein Kleriker überwindet Barrieren, bricht sie nicht. Wer weiß, ich könnte villeicht...
"Denkt nicht über Dinge nach die Euch ablenken. Als Superus, als Kleriker müsstet Ihr das wissen." Sheridan reckte das Kinn und aktivierte seinerseits den eigenen mentalen Schutzschild. Es kostete ihn jedoch mehr Anstrengung als er es erwartet hätte und senkte ihn wieder.
"Ihr seit eine Klerikerin?" Wollte Sheridan wissen und bekam einer aufbauenden Antwort den Riegel vorgeschoben.
"Nein, das bin ich nicht und nein, auch keine Dienerin der Gammatron." "Was seit ihr dann?" Erkundigte sich Sheridan schneidend und fühlte das Misstrauen in sich das nun neue Nahrung fand. Er war sich nicht allzu sicher, doch langsam Begriff er wie sehr Unwissen dieser Art den eigenen Geist frustrieren konnte. Dazu noch in solchem Ausmaß.
"Im Moment eine Gefangene an diesem Ort. Eine Gefangene die man durchaus als eine Superus bezeichnen kann. Reicht Euch das?" "Das wird es wohl müssen. Viele Hände machen gute---" Sheridan verstummte und erinnerte sich an Fey'lyars vorherigen Worte. Das er voran gehen sollte, allein. Der Gedanke diese Frau, Klerikerin oder Gammatron hier alleine zurückzulassen gefiel ihm nicht. Nichtsdestotroz sagte ihm sein Gefühl das es nicht viel an diesem Ort gab das ihr gefährlich werden konnte. Ganz gleich ihrem physischen Alter.
"In Ordnung, Ihr bleibt also hier. Wenn Euch der Gestank des Toten dort drüben nicht stört." "Tut er nicht und sollte Euch auch nicht. Die Heiltrance hat mich sehr angestrengt. Sobald ich ausgeruht bin, rufe ich Euch." Fey'lyar wollte nicht mehr sagen als vorerst nötig und setzte sich auf den Boden, zog ihre Beine zum Schneidersitz an, senkte ihren Kopf. Ab da wusste Sheridan das kein gesprochenes Wort mehr zu ihr durchdringen würde.
Mich rufen, womit denn? Dann dämmerte es ihm und er schüttelte über seine mangelnde Auffassungsgabe den Kopf. Wach auf, aufwachen...

Das Schott in den nächsten Bereich ließ sich leicht öffnen. Sheridan warf einen Blick zurück, dachte kurz über Fey'lyar nach, die Toten in der Koltotanks die ihm von der Spezies her völlig unbekannt waren und den Eindruck erweckten als seien sie die Ergebnisse von Experimenten.
Doch nichts war so stark wie der Gedanke an sein Versagen, die Amnesie die daraufhin folgte nach dem er die Krankenstation auf der Sandstorm verlassen hatte.
Jetzt das hier... was habe ich bloß falsch gemacht? Jemand trägt dafür die Verantwortung und wenn nicht ich, wer dann? Urplötzlich regten sich Gefühle, die so sehr das animalische, das primitivste in einem Geist wecken konnten das man sich selbst vergaß.
Wieder gelang es Sheridan die Gedanken, entgegengesetzt zu den Dogmen die man ihn gelehrt hatte, abzuschütteln und abzulegen als seien sie ein Anzug der einfach nicht passte.
"Anzug... ich brauche etwas zum anziehen."

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Donnerstag, 22. Februar 2393 - 14:37 Uhr
Dead Zone - Peragus Station
Terence Sheridan


Drei Korridorpassagen überwand Sheridan ohne etwas neues, erneut unbekanntes zu entdecken. Der Boden unter seinen Füßen war kalt und die geringe Temperatur ging ihm in die Füße sowie Hände über. Er rieb sich die Finger und pustete in die Handballen um sie ein wenig zu erwärmen. Mit einer Klerikertechnik hätte Sheridan die Kälte aus seinen Extremitäten sofort verdrängen können. Doch er sträubte sich gegen diese Option. Mehr denn je wollte er nur im äußersten Notfall auf seine besonderen Fähigkeiten zurückgreifen. Die Dakarta wie eine Krücke zu benutzen hätte ihn auf die Dauer nur geschwächt, die Fähigkeiten die ihm durch sie zuteil wurden nur entwerten. Er wollte es aus eigener Kraft schaffen.
Mit in den Achselhöhlen verborgenen Händen ging er auf das nächste Schott zu. Sheridans Hand glitt an eines der nun vertrauten Panele und hielt inne. Eine angenehme Wärme ging vom Stahl vor ihm aus. Anstatt das Panel zu berühren, berührte Sheridans Linke das Schott. Es war keine Einblidung. Im nächsten Abschnitt war es wesentlich wärmer.
Nur wie warm wenn ich den Temperaturunterschied durch die Schottplatten fühlen kann? Er nahm sich die Zeit um verschiedene Ursachen durchzugehen, sonderte jene aus die auf ein Lebensrisiko hindeuteten und filterte wieder die wahrscheinlichsten Ursachen aus. Einen anderen Weg gab es nicht um diese Einrichtung zu erkunden. Keine Jeffries-Röhren, Schächte oder Abzweigungen. Sheridans Linke wanderte wieder nach links und benutzte das Panel.
Eine unerwartete Hitzewelle schoss ihm entgegen. Er gniff die Augen zu und drehte den Kopf weg, um zu vermeiden das ihm die Flüssigkeit auf den Augäpfeln zu rasch verdunztete. Sheridan musste mehrere Male blinzeln um genau das zu vermeiden, drehte den Kopf schließlich wieder nach vorn und hielt sich eine Hand vor den Mund. Die heiße Luft wurde erträglicher nachdem sie sich durch das geöffnete Schott und die dahinter liegenden im restlichen Korridor ausgebreitet hatte. Sheridan suchte den Raum nach der Ursache ab und wurde schnell fündig. Das zweite geschlossene Schott zu seiner Rechten, es glühte feuerrot und zu seiner Schwelle lag ein verkohlter Körper. Zu sehr verkohlt als das Sheridan einen Versuch unternehmen konnte um die Spezies zu bestimmen. Er trat schließlich in den Raum hinein und hielt sich an der linken Wand. Sie war wesentlich kühler und nahm die Wärme nicht auf. Sheridans Augen sahen abwechselnd zu den glühenden Sicherheitsriegeln der Hitzequelle und dem vermeidlichen Ausgang in der Wand die er entlangschlich. Wieder griff er mit der linken nach vorn um das Panel des Ausgangsschotts zu berühren. Er hatte noch einen Schritt vor sich und stieß mit den Füßen an einen weiteren humanoiden Körper. Die zweite Albinokreatur mit roten Augen und nachtblauen Haaren die in einem dünnen Scheitel bis zum Nacken wuchsen.
Der Rest des Kopfes war kahl, die Leiche nicht verkohlt sondern eher... gefolltert. Die Kleidung wies feine Schnitte auf die sich kreuz und quer über den Torso zogen. Sheridan berührte das Panel und mehr zu heiße Luft verließ in einem Zug den Raum. Ein weiterer Korridor offenbarte sich und ließ Sheridan ein missmutiges Knurren aus der Kehle entweichen.
Das Interessanteste ist erst einmal in diesem Raum. Er begann die Leiche zu untersuchen und wunderte sich im nachhinein wie Leicht es ihm doch viel.

Donnerstag, 22. Februar 2393 - 14:32 Uhr
Dead Zone - Spearhead NCC-92413
Danni Quee, Inas Warn & Horan Morrows


Die Stimmen ihrer Offiziere drangen nicht lauter als ein Raunen an Danni Quees Ohren. Es fiel ihr überaus schwer wieder auf die Beine zu kommen und ihren Kommandosessel zu erreichen. Das Deck vibrierte als würden die Klingen eines gigantischen Mixers vergeblich versuchen durch die Schiffspanzerung zu schneiden. Hinzu kam das die Trägheitsdämpfer offenbar plötzlich den Anfall einer Kinderkrankheit hatten.
"Unsere Schilde versagen!" Hörte die Kommandantin, als sie es schließich schaffte in ihren Sessel zu sinken. Eine Sekunde lang bereute sie es, ihre Haare nicht zu einem Knoten zusammengebunden zu haben. Sie pustete einige blonde Strähnen aus ihrem Gesicht, vergeblich und half mit einer Hand nach um zum Hauptschirm zu spähen. Die hellblauen Schilde der Spearhead glühten vor dem Schiff, flackerten und drohten unter der Belastung zu kolabieren. Der gesamte Schirm war von dem gigantischen Asteroiden ausgevöllt. Der zerrissene Planetoid mit seinem glühenden Kern waberte, unter den Erschütterungen wie ein kleiner Punkt, in der oberen rechten Ecke des Bildes.
"Weichen Sie aus Morrows!" Rief Quee in den forderen Bereich der Brücke. Völlig unnötig. Sie wusste das ihr Navigator sein menschenmöglichstes tat. Der Navigationsoffizier antwortete, jedoch nur in Wortfetzen aus denen Quee heraushören konnte das ihr Schiff zwischen weiteren Felsen eingekeilt war.
"Leiten Sie die gesamte Energie in die Schilde... Repulsoren!" Rief Quee weiter aus.
"Das EPS-Gitter steht kurz vor dem Zusammenbruch. Wenn wir das machen können wir die Lebenserhaltung nicht mehr reaktivieren." Protestierte der Operator.
"Lassen Sie mich die Waffen hochfahren." Wendete der Trill selbstbewusst ein als könnte das die ultimative Lösung sein. Der Operator protestierte auch dagegen.
"Muss ich mich wiederholen?!" Danni Quees Stimme erstickte die fehlplatzierte Debatte im Keim und ihr wütender Schlag auf eine der Sessellehnen unterstrich die Tatsache, das sie allein den Oberbefehl inne hatte. Morrows sagte nichts und versuchte weiterhin fieberhaft das Schiff zu befreien.

Die Beleuchtung fiel schiffsweit aus. Funken sprühten aus verschiedenen Energieleitungen und Computerdisplays als die Spearhead die Asteroiden wie ein Eisbrecher zur Seite schob. Quee hatte noch mehr Respekt für die Speerspitze des Schiffes und schickte stumme Danksagungen an die Konstrukteure.
Mit einem kräftigen Ruck brach die Spearhead durch und verließ die innere Mauer des Asteroidenfeldes. Hilflos trieb sie langsam auf den zerrissenen Planetoiden zu. Die Kommandantin schickte einen lautlosen Hilferuf aus, hatte jedoch keine Hoffnung das sie irgendjemand hören würde.

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06.03.2007 14:25 Terence Sheridan ist offline Beiträge von Terence Sheridan suchen Nehmen Sie Terence Sheridan in Ihre Freundesliste auf


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Donnerstag, 22. Februar 2393 - 14:40 Uhr
Peragus Station - Kontrollzentrum
Terence Sheridan


Nachdenklich fuhr sich Sheridan mit der Rechten über das stoppelige Kinn und streifte die trüben Gedanken ab. Die zwei Toten und weitere auf seinem Weg, wiesen die selben Verletzungen auf. Sie waren willkürlich zugefügt worden. Die Waffen die man dazu verwendet hatte...
... eigentlich hatten sie eine völlig andere Funktion. Sie waren nicht gleich... es dauerte und war bestimmt schmerzhaft. Ohne weitere Indizien und Fakten verschwendete Sheridan möglicherweise kostbare Zeit. Er tauchte aus seinen Überlegungen auf und öffnete die Augen nachdem er im meditativen Zustand eine vorläufige Zusammenfassung erstellt hatte. Weiterhin konzentriert wendete er sich nach links, sah sich die fremdsprachigen Computerterminals und die Karte eines Asteroidenfeldes darüber an. Abgebildet auf einem überdimensionalen, transparenten Bildschirm. Hinter dem sich noch größere Aussichtsfenster ausbreiteten und eine düstere Wand von rotierenden Felsen das Sternenfeld verschlang.
Der metalene Sitz vor der Computerperiferie war kalt und selbst die einströmende Wärme aus einem geöffneten Korridor schaffte es nicht die Gänsehaut zu bannen, die Sheridans Körper von Kopf bis Fuß überzog. Er schüttelte sich kurz, streckte den Rücken durch und begann mit dem auferzwungenen Unterricht. Wie zuvor nutzte er die Kombination von willkürlicher Eingabe, ließ seine Finger auf den unbekannten Symbolen längere Zeit ruhen und nutzte die Dakarta zur Übersätzung. Mit jeder neuen Erkenntnis nahm die Erschöpfung zu. Sheridan nahm sich die nötige Zeit, konzentrierte sich, ging es langsamer an und nutzte gelegentlich seinen eigenen Verstand um Funktionen zu begreifen.
Plötzlich war er wieder der jüngliche Novize an der Akademie des Ordens, der die antike Sprache der Humanus Superus einstudierte.

Ehrgeiz packte ihn. Half dabei die Wircklichkeit teilweise auszusperren und die Einsamkeit seines momentanen Aufenthaltsortes zu vergessen. Bis ein schriller Ton ihn aufschreckte.
Mit einem kräftigen Stoß vom Terminal bewegte er den Sitz nach links. Die Schiene entlang, die in den Boden vor der Periferie eingebettet war. Mit den Händen brachte er den Sitz fünf Meter weiter wieder zum stehen. Er studierte die Anzeigen, sah nach oben zur Asteroidenkarte und fixsierte den blinkenden Punkt darauf. Ratlos starrte Sheridan die Symbole unter dem Punkt an. Seufzte und stand auf als sein Blick den Punkt zu ignorieren begann.
Der Anblick eines havarierten Schiffes ließ jedes jugendhafte Streben nach Wissen verblassen. Wieder fixsierte er die Computerperiferie. Sah von links nach rechts und bis die Zähne zusammen.
An alles habe ich gedacht, nur nicht an die Kommsysteme.

Donnerstag, 22. Februar 2393 - 14:40 Uhr
Dead Zone - Spearhead NCC-92413
Danni Quee, Inas Warn & Horan Morrows


Die verstreichenden Minuten zermürrbten die Nerven der Kommandantin. Ihre Geschwindigkeit war nicht hoch genug um die Spearhead am Planetoiden zerschellenzulassen. Stattdessen würde das Schiff die Oberfläche entlangschrammen und bei dem angeschlagenen Zustand der strukturellen Integrität würde es nicht lange dauern.
Schwache Vibrationen setzten ein, wurden einen Moment stärker und verschwanden wieder. Kamen abermals auf und vergangen erneut.
"Was ist das?" Erkundigte sich Quee überrascht und sah zu ihrem Operator. Inas Warn schüttelte nur den Kopf.
"Was auch immer, es macht uns langsamer." Meldete sich die müde Stimme des Navigators. Der anschließend die Hände hob und sie in den Schoß legte. Quee begriff sofort das er nichts mehr ausrichten konnte.
"Nähern wir uns dem Planetoiden noch?" "Wir werden mit konstanter Geschwindigkeit angezogen. Man hat uns mit Traktorstrahlen erfasst..." Die Abstände zwischen den Vibrationen verkürzten sich und ließen den Operator verstummen.
"...es sind mehrere die auf verschiedene Teile unseres Schiffes ausgerichtet sind. Der Energieausstoß fluktuiert. Die Schäden an der Station müssen offenbar stärker sein als angenommen." Warn sah auf als er die bohrenden Blicke der Brückenoffiziere auf sich spürte.
Ich habe wohl vergessen es zu erwähnen. "Es befindet sich eine Station auf der Oberfläche. Zumindest registrieren die Sensoren Atmosphäre in geschlossenen Räumen. Jedoch finde ich keine Lebenszeichen darin." "Autonom...?" "Villeicht."

Nur einige hundert Meter von der Station entfernt kam das Schiff zum Stillstand. Quee ließ sich auf ihrem Sessel nieder und senkte ihre mentalen Schilde um die Hoffnung ihrer Crew erfassenzukönnen. Jedoch überragten Nervosität und Ängste, jeden Keim von positiven Aspekten dieser Wende.
Niemand wollte die Zeit damit verbringen im Konferenzraum zu diskutieren, während man möglicherweise ein Enterkommando zusammenstelle um die Spearhead einzunehmen.
"Ich nehme nicht an das die Transporter nutzbar sind?" Ein stummes Kopfschütteln des Operators genügte um Quee eine Alternative suchenzulassen. Es viel ihr leicht.
Fünf Minuten später verließ das erste Shuttle den Hangar der Spearhead.

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15.03.2007 22:24 Terence Sheridan ist offline Beiträge von Terence Sheridan suchen Nehmen Sie Terence Sheridan in Ihre Freundesliste auf


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Donnerstag, 22. Februar 2393 - 14:55 Uhr
Peragus Station - Krankenstation
Terence Sheridan & Fey'lyar


"Ihr hattet bei der Untersuchung des Ortes wohl mäßigen Erfolg." Stellte die Superus fest und bezog dabei ihre Feststellung mehr auf die noch immer sperliche Begleitung des Mannes vor ihr.
Ihr tadelnder Blick ließ Sheridan missmutig knurren. Er winkte das Thema mit einer flüchtigen Handbewegung ab. Sie hatte ihn erwartet, sein Näherkommen mit den Dakarta resgistriert ohne das Sheridan auch nur den Verdacht davon gehabt hätte. Doch jetzt wusste er es und es überraschte ihn nicht wircklich.
Fey'lyar hatte in ihrer Meditation mehr über diese Station erfahren als Sheridan im Ansatz erahnen konnte. Doch darüber verlor sie kein Wort. Sie wollte das er die Herausforderungen auf diesem Planetoiden ohne ihre direkte Führung meisterte. Ihr seit wesentlich schwächer als Ihr denkt Meister Kleriker, Tarr... oder passender wäre wohl... Terenius Cordoba? Sehr schwach. Wenn auch erfahrener als die Meisten in Eurem Alter.
"Und Ihr? Ihr scheint nicht sehr erhohlt zu sein." "Glaubt Ihr allen ernstes das ich mich in der kurzen Zeit, in der Ihr weg wart, erhohlen konnte? Außerdem lässt Eure Menschenkenntnis zu wünschen übrig. Haben Eure Fähigkeiten so sehr unter Euren Verletzungen gelitten? Ich bin nicht in Bestform, jedoch stark genug um das Schiff erspürt zu haben... von dem Ihr vorhattet mir zu berichten. Oder irre ich mich?" Vom ersten Moment an, viel Sheridan auf das diese Fey'lyar ihm immer einen Schritt voraus war. Auf ihre Frage wie sehr seine Fähigkeiten gelitten hatten, konnte er nur mit einem, beträchtlich, antworten. Doch er ließ es dabei bewenden und schwieg. Mit der Zeit würde er einen Vorteil aus Fey'lyars telepatyschen Fähigkeiten ziehen. Sollte sie ruhig denken ihm vorauszusein.
Die Augen des Superus streiften die Betten des Wachraumes. Der Anblick mehrerer bedeckter Körper unter den Laken ließ ihn erschaudern. Sheridan trat wieder auf den Korridor hinaus und sah mit überraschter Miene die entleerten Koltotanks im angrenzenden Raum.
"Habt Ihr..." "Wer denn sonnst?" Sheridan schloss auf diese Antwort wieder den Mund und trat erneut in den Wachraum. Skeptisch mussterte er Fey'lyars langes Gewand. Sie sah genauso aus wie er sie zurückgelassen hatte. Die Superus gab einen spottenden Ton von sich und bewegte ihre Hand abschätzend.
"Ich habe die Körper nicht berührt. Jedenfalls nicht mit meinen Händen. Ihr wisst was ich meine. Also, was ist das für ein Schiff das eingetroffen ist?" Fey'lyar war die Annäherung des unbekannten Kreuzers zwar nicht entgangen, doch war sie nicht im Stande gewesen die Herkunft und die Zugehörigkeit bestimmen zu können.
So genau offenbarte sich einem Superus, die Natur der Dinge, nur in den seltesten Fällen und Fey'lyar teilte die momentanen Schwächen des Mannes vor ihr. Wenn auch nicht auf dem selben Niveau. Sheridan hatte das Schiff mit eigenen Augen beobachten können. Er war erst zu Fey'lyar aufgebrochen als ein Shuttle das Heck des Schiffes verließ und jeder Versuch es zu rufen vergeblich gewesen war. Er wollte auch vorerst nicht den möglichen Gefahren begegnen die ein fremdes Schiff in sich tragen konnte.
"Noch weiß ich es nicht. Auf den ersten Blick ähnelt die Hüllenzusammensetzung einem imperialen Schiff, doch der Rumpf..." "...erinnert stark an ein terramanisches Schiff. Das denkt ihr doch?" "Im ferneren Sinne, ja." Sheridan blinzelte und sah Fey'lyar längere Zeit an. Dann nickte er nur noch knapp und wandte sich zum gehen. Die Superus folgte ihm.

Auf dem Korridor deutete Fey'lyar in den Überwachungsraum. An den Werkbänken und dem Terminal vorbei, streckte sie ihren Finger zum Alkoven in der hinteren Ecke des Raumes.
"Seht noch einmal dort nach Kleidung. Oder wollt ihr in dem Aufzug den Leuten begegnen?" Fey'lyars Stimme hatte wieder etwas an sich, in der Art der Frage, das Sheridan missviel. Doch er musste zugeben das sie Recht hatte und es konnte nicht schaden sich die pentaganischen Kisten noch einmal anzusehen.
Dieses Mal wurde er fündig.

Donnerstag, 22. Februar 2393 - 14:59 Uhr
Peragus Station - Andockschleuse
Danni Quee & Bext Ijura


Obwohl die Sensoren der Jadeschwert, im Vergleich zu ihrem Mutterschiff, vollfunktionsfähig waren, gingen sie mit aller gebührenden Vorsicht von Bord. Unentdeckte Lebenszeichen hin oder her.
Die innere Luftschleuse der Peragus Station öffnete sich automatisch nachdem der Druckausgleich zwischen den Schleusen abgeschlossen war. Zwei leicht bewaffnete Sicherheitskräfte gingen voran. Dicht gefolgt vom Leiter der Sicherheitsabteilung. Wäre es völlig nach Danni Quee gegangen, so hätte sie auf zusätzliche Kampfkraft gerne verzichtet. Sie war zwar jung doch smarter und wesentlich taffer als ihre vergleichsweise kleine Statur vermuten ließ.
Mit ihren 1,63 m verschwand die Kommandantin hinter den breiten Schultern von Bext Ijura. Der hünenhafte Trill hatte es sich zur Lebensaufgabe gemacht sie zu beschützen. Was Quee dazu brachte ihn oftmals als einen Leibwächter oder gar größeren Bruder zu betrachten und größer war er auf jeden Fall.
Als sich die Andockschleusen hinter ihnen wieder schlossen war das Unbehagen in Quees Eingeweiden zu einer Plage herangewachsen. Es gab wie erwartet kein Empfangskomitee das sie um Hilfe bitten konnten und keine Hinweise darauf das ihr Eindringen von irgendeiner Intelligenz registriert worden war. Danni Quee senkte vorübergehend ihre mentalen Schilde und hohlte mit den Dakarta aus.
Villeicht haben wir etwas übersehen. Jemand muss hier sein. Doch da war nichts. Keine Präsenz, kein Leben, nicht einmal die geringste Erschütterung in den Strings. So hob ihre mentalen Schilde wieder, steckte jedoch nicht mehr soviel Kraft in ihre Aufrechterhaltung. Es gab keine negativen Gefühle mehr die sie noch abblocken musste. Außer ihren eigenen.
Ovale Schotts, längenmäßig nach oben gezogen und drei an der Zahl, lagen ihnen gegenüber. Es waren keine weiteren Andockschleusen, das schlossen sie aus. Wesentlich kleiner und mit Farbmustern an den Rändern die sehr an Warnungen erinnerten.
"Wie sieht es aus Bext?" Erkundigte sich Quee bei ihrem Sicherheitschef, der gerade selbst von einem abseitsliegenden Korridor herüberkam. Bext Ijura nickte grimmig zwei weiteren Sicherheitsbeamten zu die er zum Schutz der Kommandantin bei ihr gelassen hatte. Mit einem Salut eilten sie ihren zwei Vorgängern den Korridor nach. Quee sah nur noch kurz die Köpfe der beiden Frauen bevor sie verschwanden. Der einzige Korridor aus dem Andockbereich glich mehr einer Rampe und hatte eine scharfe Neigung nach unten.
"Es ist scheint niemand hier zu sein." "Oder sie verstecken sich nur. Abgeschirrmt gegen unsere Sensoren." Ihr letzter Satz erschien Quee lächerlich kaum das er ihre Lippen verlassen hatte. Sie spürte doch niemanden.
"Ich glaube wir haben die Kommandozentrale der Station gefunden. Der Korridor... Rampe, was auch immer, führt auf direktem Wege dorthin. Keine Abzweigungen nichts. Sehr zweckmäßig gebaut." Die Kommandantin nickte anerkennend und setzte ein Lächeln auf, machte einen Schritt nach vorn. Keinen weiteren.
"Ist es sicher für eine kleine Person wie mich?" Fragte sie mit unterdrückter Belustigung und in die dunklen Augen ihres Beschützers. Der breitschultrige Trill nickte, was mehr einer Verbeugung glich und ging voran. Danni Quees Lächeln verschwand als ein fremder Druck auf ihre mentalen Schilde einwirkte. So plötzlich er da war, war er auch wieder verschwunden als ihr der versuchte Zugriff auf ihr Unterbewusstsein auffiel.
Schlagartig machte ihr der Gedanke Ijura und die vier anderen Sicherheitskräfte bei sich zu haben nichts mehr aus.

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Donnerstag, 22. Februar 2393 - 14:57 Uhr
Peragus Station - Kontrollzentrum
Terence Sheridan & Fey'lyar


Es überraschte Sheridan sehr, wie Fey'lyar selbst in den Minuten vor der ersten Begegnung mit der Besatzung des unbekannten Kreuzers, so ruhig bleiben konnte. Sie saß still und schweigsam auf dem kalten Sitz vor der Computerperiferie und starrte ins Leere. Was ungewiss war, da man nicht vergessen durfte das die alte Frau keine wircklich angebohrene Fähigkeit nutzte um zu sehen und die Tatsache wie weit Fey'lyar die Kapuze des weiten Gewandes über ihrem Gesicht trug, untermauerte das nur.
Was Sheridan betraf, so versuchte er sich nicht allzu viel von seiner Neugier anmerkenzulassen. Er wurde von der Superus zwar nicht direkt angesehen, jedoch wusste Sheridan das sie ihre vollste Aufmerksamkeit im hier und jetzt konzentriert hatte.
"Ihr solltet Euch beruhigen." Schlagartig hielt Sheridan inne und bemerkte das er in seiner Absicht, seine innere Ungeduld zumindest äußerlich zu verbergen, völlig versagt hatte. Er sah an sich herab, über den Stoff des sterilen, weißen Overalls auf seine Füße und den unsichtbaren Pfad den er auf und ab gewandert war.
"Ich kann..." "...nichts wahrnehmen? Das liegt nur daran das ihr nicht stillstehen könnt und herumtigert wie ein terramanischer Wanderharpier." Der Vergleich gefiehl Sheridan zwar nicht, hatte jedoch etwas für sich. Terramanische Wanderharpiere waren ruhlose Einzelgänger, dachte man zumindest. Bis ein eifriger Naturkundler fast schon durch Zufall herausfand das dieses Tier alles andere als ein Einzelgänger war. Diese zweibeinigen Giganten trieben ihre Beute in die Enge, liefen vor dem Versteck des Opfers manchmal Tage lang auf und ab, fixsierten die Aufmerksamkeit der lebendigen Mahlzeit auf sich. Während andere Wanderharpiere sich aus einer Entfernung von mehreren dutzend Meilen näherten. Der 'wachhabende' Wanderharpier war bisdahin meist das Opfer noch größerer Predatoren geworden oder war einfach verhungert und zur Speise seines eigentlichen Opfers verdammt. Was jedoch etwas Gutes hatte da das Beutetier auf diese Weise noch für Tage an Ort und Stelle blieb. Um gesättigt und übervorsichtig gefressen zu werden.
Wie konnte es soweit kommen? Ich vergesse meine ganze Ausbildung, mein Training als Gesandter, als Kleriker des Ordens. Sheridan ließ seine Schultern baumeln und wünschte sich einen Stein den er mürrisch wegtreten konnte. Doch selbst das wäre für einen Kleriker Gesandten untypisch. Mit einem Seufzen steckte er seine Hände in die engen Taschen des Overalls und wartete ab.
Ruhiger, geduldiger und wieder ein wenig harmonischer.

Fey'lyar stand nur eine Sekunde vor dem öffnen des Schotts auf und auch Sheridan hatte die Hände aus seinen Taschen gezogen. Die zwei Männer vor ihnen sprachen kein Wort. Wechselten nur einen stummen Augenkontakt und einer eilte davon. Der Andere blieb zurück, wachsam... bewaffnet.
"Eine Superus begleitet ihre Gruppe." "Seit Ihr Euch da sicher?" Sie sprachen im Flüsterton. Sheridan sah Fey'lyar aus den Augenwinkeln an und versuchte den Mann vor sich nicht aus den Augen zu lassen. Ihr vorheriger Apell an ihn, sich zu beruhigen, hatte Sheridan an seine Probleme erinnert die Dakarta auf früherem Niveau zu nutzen. Es störte ihn jedoch nicht in dem Maße wie es ein anderer erwartet hätte. Eigentlich hätte Sheridan es garnicht bemerkt... wäre Fey'lyar nicht gewesen.
Der Vorherige der zwei Ankömmlinge kehrte zurück. Seine Schritte waren langsamer und weniger Aggressiv. Selbst das Kommpressionsgewehr hatte er sich über die Schulter gehängt anstatt es kampfbereit im Anschlag zu haben.
"Ihre Waffen..." "...ich weiß, Ihr habt vieles vergessen oder..." Fey'lyar schien Sheridan nach dem 'oder' direkt anzusehen. "...beginnt damit es bewusst, zu verdrängen." Die Superus sah wieder nach vorn, spürte die tragende Weite ihrer letzten Worte und den Treffer den sie damit erzielt hatte. Es war jedoch nicht die Zeit für solche Diskussionen, betreffend die Dakarta und ihre Wege.
Und als Danni Quee schließlich die Schwelle des Schotts hinter sich ließ, verlor Sheridan jedes Interesse daran über die Dakarta zu debatieren.

Donnerstag, 22. Februar 2393 - 14:57 Uhr
Dead Zone - Die Majestic Sword
Mestor Solidus & Lord Vain


Die Majestic Sword schwebte, so wie es die Absicht ihres Kommandanten war, einsam im luftleeren Raum. Die Ausufer der nahen Subraumanomalie ließen das gesamte Schiff ununterbrochen leicht vibrieren und die Navigationsoffiziere der terramanischen Kreuzers waren 24 Stunden am Tag damit beschäftigt das ihr Schiff die Position nicht verließ. Anderenfalls würden sie in dem verkrüppelnden Raumriss unweigerlich verschwinden. So ziemlich jeder an Bord wusste das eine solch geringe Distanz zur Anomalie nicht nötig war um irgendeine Form von Sensorsystem durch die Verzerrungen zu umgehen. Doch ihr momentaner Befehlshaber ergözte sich nahezu an der Vorstellung des nahen Untergangs.
Zumindest hielt es Solidus für richtig die Besatzung daran glaubenzulassen. Das er sich an der Subraumanomalie ergözte stimmte nur zu einem gewissen Grad. Er spürte in jeder Sekunde die verwirrenden Störungen in der Dakarta die diese und weitere Anomalien verursachten. Jedoch spürte er auch durch sie die Lösung auf ihr größtes Problem.

Der Tribun fuhr sich mit der behandschuhten Hand über das glattrasierte Kinn, wie immer kurz bevor er wieder seine Augen öffnete und er das Gefühl hatte das sein Verlangen nach neuen Erkenntnissen über die Dakarta durch die Anomalie gesättigt war. In dem Moment wurden die Vibrationen stärker. Ein erschrecktes Keuchen auf der Brücke blieb jedoch aus. Die Positionsverschiebung wurde schnell und inzwischen beiläufig kommpensiert.
Solidus Blick glitt durch das weiträumige Panoramafenster seiner Brücke nach unten. Auf die bläulig schimmernde Hülle der Majestic Sword, die nach ihren erneut monatelangen und verborgenen Umbauten nun jede spitze Ecke verloren hatte. Der ursprüngliche Keil war zu einer geschmeidigen, schnittigen Speerspitze mutiert. Mit zusätzlich abgerundeten Turbophasern die bis zum roten Alarm verborgen blieben. Um mehr Energie für die passgenauen Schilde zur Verfügung zu haben hatte man die Ionengeschütze abmontiert und die dadurch überschüssige Energie, die von den Schildgeneratoren nicht mehr verwendet werden konnte, wurde nun für die Aufwärmfase ihrer Primärwaffe genutzt.
Doch selbst ein Schiff wie dieses, kann es mit den Flotten des terranischen Imperiums niemals aufnehmen. Dieses Schiff wird so schnell nicht zum Einsatz kommen. Solidus hatte es satt abzuwarten. Er würde seinem Meister jedoch niemals wiedersprechen. Noch war er nicht stark genug um es mit Lord Vain aufnehmen zu können, noch nicht.
"Mylord, wir empfangen eine Nachricht von..." Doch Solidus war bereits auf dem Weg, lief zügig über die Überführung der Kommandogräben auf der Brücke dem Turbolift entgegen.

Es gehörte sich nicht jemanden wartenzulassen dessen Kräfte doppelt so schnell wuchsen wie die Eigenen. Schon aus Gewohnheit würde Solidus das nicht tun. Er lernte vieles selbst, doch noch mehr lernte er durch Vain über die Dakarta... vor allem über ihre destruktive Kraft.
"Was wünscht Ihr?" Fragte Solidus im gewohnt unterwürfigen Tonfall. Er sah nicht auf als das holografische Abbild seines Lehrmeisters in seiner Meditationskammer erschien. Die Holokommunikatoren auf der Majestic Sword wahren die Spitze des Möglichen. Solidus Meister war quasi im Raum.
"Etwas stimmt nicht..." Kam Vain auf den Punkt. "...es ist eine Störung in diesem Teil der Todeszone aufgetreten. Sie muss so schnell wie möglich beseitigt werden." Die Stimme des Lehrmeisters hallte von den kahlen Wänden der Kammer bedrohlig wieder. Solidus hörte die Entgültigkeit in diesen Worte. Sollte er noch einmal versagen würde man nicht mehr Gnade vor Recht ergehen lassen.
"Wo tritt die Störung auf?" "Schickt Sonden aus um sie zu lokalisieren. Die Kräfte der Seherin schwinden und schon bald werden wir ganz auf sie verzichten müssen." "Ja, Meister." Das Hologramm verschwand ohne Worte des Abschieds. Erst als Solidus sich sicher war das die Verbindung nicht urplötzlich wieder aufgebaut wurde stand er von seinem rechten Knie auf.
Bei der Dakarta, was für eine Störung und die Seherin... bemittleidenswerte Qin. So stark und doch so zerbrechlig. Der Gammatron Lord streifte jeden Gedanken an die Seherin und ihren gemeinsamen Meister ab. Er hatte versagt Cordoba auf ihre Seite zu ziehen und opferte sogar bei dem Versuch einen von seinen Vertrauten, doch dieses mal würde er nicht scheitern. Solidus musste erfolg haben.
Nur so würde er die nötige Gunst erlangen um neues Wissen aufnehmen zu dürfen.

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24.03.2007 01:05 Terence Sheridan ist offline Beiträge von Terence Sheridan suchen Nehmen Sie Terence Sheridan in Ihre Freundesliste auf


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Donnerstag, 22. Februar 2393 - 15:05 Uhr
Peragus Station - Kontrollzentrum
Terence Sheridan, Fey'lyar, Danni Quee & Bext Ijura


Die Ähnlichkeit war verblüffend und zu einem gewissen Maße schockierend zugleich. Ihre Augen besaßen ein tiefes eisblau, spiegelten Anmut und Überlegenheit gleichermaßen wieder. Die goldenen Locken der jungen Frau reichten ihr weit in den Rücken hinein und waren durch einen dunklen Haarreif nach hinten gezwungen worden. Was jedoch nicht verhinderte das sich ihr volles Haar vom Ansatz aus dennoch leicht wellte.
Sie könnte ihre Schwester sein. Sheridan fühlte die Trauer wieder in sich aufsteigen. Den Schmerz den er seit seinem Erwachen verdrängen konnte. Was er nun vor sich sah, wirkte wie eine finstere Reinkarnation. Eine erbarmungslose Erinnerung des Universums an sein Versagen, an die Vergangenheit. Die nicht lange zurück lag.
"Mein Name ist Danni Quee vom... interstellaren Raumkreuzer Spearhead und das ist mein Abteilungsleiter für Sicherheitsfragen, Bext Ijura." Sheridan hörte jede Silbe ihrer Wörter genauestens und analysierte sie gründlich. Selbst der Klang ihrer Stimme... der Superus spürte sein eigenes Herz gegen den Brustkorb hämmern und unterstand dem Drang sich wortlos zurückzuziehen. Er tat es auch nicht. Als Quee schwieg starrte Sheridan sie nicht mehr an und wandte seinen Blick Fey'lyar zu. Bereitwillig überließ er ihr das Reden und als sein Name genannt wurde, zuckte er innerlich zusammen als es der war, unter dem Sheridan in der Vergangenheit, in einem ganz anderen Winkel dieses Quadranten, bekannt wurde.
Der Superus musterte nun den Sicherheitschef der Spearhead. Für Sheridans Geschmack war dieser Trill zu hoch gewachsen. Die suchenden Augen von Ijura machten schnell klar das er und seine mitgebrachten Sicherheitskräfte gut trainiert waren, das sie mit allem rechneten.
"Wir gehören nicht zur Besatzung dieser Station. Wir sind Fremde hier, so wie Sie es sind." "Und wo ist dann die Besatzung dieser Station?" Die plötzliche Frage und der schneidende Tonfall des Trill weckte in Sheridan eine Warnung. Doch er konnte eine ungünstig formulierte Antwort von Fey'lyar nicht mehr verhindern. Bext Ijura war nun hellwach was, zu Sheridans Überraschung, zuvor nicht möglich schien.
Die Sicherheitskräfte der Spearhead verteilten sich blitzartig um Fey'lyar und Sheridan. Die Kommandantin des fremden Raumkreuzers protestierte, gab jedoch unter vorgehaltenden Argumenten und Fragen der Sicherheit des Schiffes mit einem stummen Nicken nach. Keiner der beiden Superus wehrte sich. Sheridan warf nur einen überraschten Blick zurück auf Danni Quee und den Trill der sich daraufhin ins Sichtfeld stellte als man sie entschlossen abführte.

Donnerstag, 22. Februar 2393 - 16:15 Uhr
Spearhead - Arrestzellen
Terence Sheridan, Fey'lyar & Danni Quee


"Ihr mögt zwar eine Superus sein, doch eine Klerikerin seit ihr gewiss nicht." "Das hat auch niemand behauptet." Lautete Fey'lyars kühle Antwort. Sheridan richtete sich auf seiner Pritche auf und sah sie durch die zwei Kraftfelder vor jeder ihrer Zellen lange an. Er ging dabei noch einmal die wenigen Minuten im Kopf durch, die ersten Momente und versuchte dabei sich nicht zu lange mit dem hinterbliebenden Eindruck zu befaßen den Danni Quee verursacht hatte. Dann dämmerte es ihm.
"Das war Absicht. Ihr habt uns mit Absicht in diese Lage gebracht?" "Ganz recht. Euch ist das nicht aufgefallen als Ihr mit der Untersuchung der Station beschäftigt wart, mir schon. Dieses Schiff ist tatsächlig ein terramanischer Kreuzer und die Besatzung stammt ebenfalls aus den drei Sektoren. Seit Ihr mit mir einer Meinung?" Sheridan zögerte kurz, stimmte Fey'lyar schließlich zu. Die Uniformen, im Lauf der Zeit offenbar verändert besaßen noch immer die schneidenden Merkmale, die sich Sheridan in diesem Moment nicht aufzählte. Die Computerdisplays, das innere Design des Schifffes. Alles wirkte verändert, moderner und teilsweise sogar befremdlich.
"Also gut, was machen wir jetzt?" Fragte Sheridan schließlich. Fey'lyar blieb schweigsam auf dem Boden ihrer Zelle sitzen und bereitete sich auf den nächsten Teil ihrer Meditation vor. Der Meister Kleriker folgte ihrem Beispiel.
Er kannte sie nicht, sie offenbar ihn und den Namen Terenius Cordoba. Fey'lyar gab nicht viel von sich preis, würde es auch nicht. Hatte jedoch so wie Sheridan bisher beurteilen konnte nichts schlechtes im Sinn. Andererseits war sie keine Klerikerin und die Diener des Schwarzen Klerus, vor allem die Meister, die Mestores, verstanden sich sehr gut darauf ihre Motive, ihre Ziele vor anderen Superus zu verbergen. All das ließ Sheridan wachsam bleiben und in seiner Meditation versuchte er allem bisherigen Ordnung einzuverleiben. Seit dem Anblick von Leens Leichnahm hatte er versucht alles was mit dem Kleriker Orden zu tun hatte von sich abzustreifen. Sheridan hatte bewusst Außeneinsätze gemieden und sich den Pflichten an Bord der Sandstorm gewittmet. All das viel ihm wieder ein. Jedoch keine genauen Details und kein Grund wieso es ihn hierher verschlagen hatte. Immer tiefer glitt er in die Dakarta hinein, hörte auf ihr Flüstern, entspannte sich und lenkte seine Dakarta-Wahrnehmung von der Vergangenheit zurück auf die Spearhead. Entsinnte sich sich der beigebrachten Dogmen der Kleriker und fand Beistand um seinen Schmerz zu verarbeiten.
Da war jedoch noch etwas anderes, etwas dunkles, im Schatten verborgenes. Weitere Erinnerungen, Erfahrungen noch bevor er die drei Sektoren verlassen musste. Bilder vom Ordenskrieg kamen in ihm hoch, die Kämpfe, die Opfer... seine Mentorin, Arlon Raven und Terenius Cordobas Taten im Schwarzen Sektor. Bei der Verfolgung des ersten wahren Gammatron Lords. Vor allem sah Sheridan sich selbst, als Jäger.

Als er seine Meditation beendet hatte und auf sah saß Fey'lyar bereits wieder auf ihrer Pritsche. Sie sah ihn an.
"Wie fühlt Ihr Euch?" "Besser. Die Meditation hat geholfen." "Ich habe nicht ganz eigensinnig gehandelt als ich uns in diese Situation brachte. Wir sind zwar nicht in einer, für Meditationen vorgesehenen Kammer, doch ein Superus ist dazu verpflichten jeden Tag und ohne Ausnahme seine Übungen, sein Wissen um die Dakarta zu erweitern." Am liebsten hätte Sheridan Fey'lyar mitgeteilt das er keine Belehrungen brauchte, doch das wäre eine Lüge gewesen.
Wäre ich der Kleriker der ich sein sollte, hätte ich ihren Tod vermeiden können. Sheridan stützte sich auf dem Boden seiner Zelle ab und stand auf um sich normaler auf der Pritsche hinsetzenzukönnen.
"An wen hat sie Euch erinnert...?" Der Superus sah überrascht auf. "Die junge Klerikerin." "Woher wisst Ihr das sie Klerikerin und keine Gammatron ist?" "Man hätte uns bereits entsprechend verhört wenn es so wäre oder auch getötet." Sheridan lächelte gepresst. Er musste Fey'lyar darin zustimmen. Bereits als Novize war er Gefangener des Schwarzen Klerus gewesen und wusste das die Gammatron keine Zeit verschwendeten.
"Sie erinnert mich an meine erste Schülerin." "Sie anzusehen hat viele schmerzhafte Erinnerungen geweckt, habe ich Recht?" Sheridan war sich nicht einmal sicher ob diese Erinnerungen, in der scheinbar kurzen Zeit jemals geschlafen haben. Jedenfalls hatte er sich damit nicht abgefunden. Lediglich akzeptiert das dieses Kapitel noch nicht abgeschlossen war und er musste nicht mehr sagen um Fey'lyar zu antworten. Sie wusste es ohnehin.

Noch bevor sich die Türen zu den Arrestzellen öffneten hatte Sheridan die Annäherung eines Individuums gespürt. Es war stark im Umgang mit der Dakarta und kam allein.
"Ich gebe Euch einen gutgemeinten Rat, Cordoba. Versucht nicht Euren Kummer mit Hilfe der Kleriker Dogmen zu verarbeiten. Nicht bevor Ihr ihn akzeptiert, als Teil von Euch... wir sind schließlich keine Vulkanier. Und noch etwas, ich mögt stark im Umgang mit der Dakarta gewesen sein. Doch Eure jüngstgeheilten Verletzungen und Eure Ignoranz nach dem verlust Eurer Schülerin haben euch schwächer gemacht als jemals zuvor. Vergesst das für die Zukunft nicht." Fey'lyar hatte ihre letzten Worte nur den Bruchteil einer Sekunde vor dem Aufgleiten der Tür gesprochen.

An der Seite ihres Sicherheitschefs trat Danni Quee in den Raum, sah kurz von einer Zelle zur Anderen und nickte schließlich Brext Ijura zu. Der Trill setzte sich daraufhin in Bewegung. Lief mit gemäßenen Schritten an den Gefangenen, hinter den Kraftfeldern vorbei und berührte das einzige Kontrollpanel am gegenüberliegenden Ende im Raum. Die Barrieren verschwanden innerhalb einer Sekunde.
"Sie verstehen sicherlich die Vorsicht meines Sicherheitschefs und erkennen die Notwendigkeit in dieser Maßnahme." Begann Quee in neutralem Tonfall. Mit ihren dunkelblauen Augen suchte sie nach Zustimmung in den Gesichtern der Superus. Die Beiden ließen sich jedoch nichts dergleichen anmerken.
"Ich gewöhne mich daran. Wobei dies das Einzige ist das ich mit Gewissheit sagen kann. Trozdem gefällt es mir nicht." Gab Sheridan von sich und trat aus seiner Arrestzelle. Er bewegte lockernd die breiten Schultern als wäre die zugesprochene Freiheit da durch spürbarer. Fey'lyar äußerte sich hingegen wesentlich deutlicher.
"Ihr solltet bedachter zu Werke gehen, Kind. Eine solche Behandlung überlegenen Superus zu kommenzulassen und vor allem zwei Verbandten wie uns, könnte sich schlecht auf unsere Gunst Euch gegenüber auswirken." Niemandem entging der scharfe Tonfall in der Stimme der alternden Superus. Die zur Folge hatte das der abseitsstehende Sicherheitschef der Spearhead eine Welle von negativen Gefühlen ausschickte die sich prompt wie eine Lavine im Raum ausbreitete. Fey'lyar ignorierte es und ließ den leeren Blick weiterhin auf Danni Quee ruhen. Die junge Klerikerin hob beschwichtigend die Hand um vorsorglich eine Einmischung ihres Leibwächters zu unterbinden. Das sich zwischen der jüngsten Superus in ihrer Mitte und dem hochgewachsenen Trill mehr abspielte als sich im ersten Moment deuten ließ, viel Sheridan sofort auf. Es handelte sich dabei um keine Romanze, doch um eine Vertrautheit und gewisse Abhängigkeit die dadurch hart an die Grenze stieß.
Das ließ Sheridan jedoch nicht daran zweifeln das die Novizin ihrer Überzeugung nach dem Kleriker Kodex nicht zu wider handelte. Sie stand mit einer Anmut und einem Selbstbewusstsein vor ihnen die für einen Meister typisch wäre. Trozdem wirkte Danni Quees Verbindung mit den Dakarta schwächer als bei ihm oder Fey'lyar.
"Niemand muss meine Gunst erlangen und diese Behandlung kann ich sehr gut nachvollziehen." Sheridan trat zwei Schritte von seiner Zelle in den Vordergrund und warf Fey'lyar einen eisigen Blick zu.
"Verzeiht, ich war wohl ein wenig voreilig." Fey'lyars Ton stürzte wie ein Stein von Tadel in Unterwürfigkeit und machte immer deutlicher das sie begann ein Spiel zu spielen das Sheridan noch nicht durchschaut hatte. Mit gleichmäßig klingenden Worten wandte sich der Verbandte Quee zu und bemühte sich um eine Haltung ihr gegenüber die von seinem Respekt zollte. Sowie der nötigen Distanz zu ihr, die nun noch notwendiger schien da er nun ein wenig mehr Zeit hatte um sich ihrer Ähnlichkeit zu Leenobelle bewusst zu werden.
"Mein Name ist Terry Sheridan und soviel ich weiß, ist dies dort Itor Fey'lyar..." "...ich weiß wer Ihr seit Gesandter Cordoba..." Die junge Klerikerin sah über Sheridans Schulter hinweg Fey'lyar an. "Euch hingegen konnten wir nicht identifizieren." Sheridan trat überrascht von einem Fuß auf den anderen und verschränkte die Arme vor der Brust.
"Identifizieren?" "Ich hatte es zwar nicht für möglich gehalten, doch nach dem wir die Station betreten hatten wusste ich das sich hier jemand aufhält der vertraut im Umgang mit den Dakarta ist. Ich wiedersprach Eurer Inhaftierung nicht, damit Ihr an Bord unseres Schiffes durch Scans und Abgleiche mit der Datenbank identifiziert werden konntet. Unter den gegebenen Umständen schien mir das mehr als nur ratsam." Die Kommandantin der Spearhead ließ ihren Sicherheitschef mit einem Blick näher kommen und an ihnen vorbei gehen. Die rechte Schulter des Trill streifte unmerklich die des Verbandten.
"Verlegen wir diese... Unterhaltung auf einen anderen Raum."

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26.03.2007 14:08 Terence Sheridan ist offline Beiträge von Terence Sheridan suchen Nehmen Sie Terence Sheridan in Ihre Freundesliste auf


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Mittwoch, 28. Februar 2393 - 19:15 Uhr
Sektor 113 - Ardana System
Castor & Stella Valorum


Mit überschlagenen Beinen, gesenktem Kopf und in entspannter Körperhaltung laß der Botschafter die Informationen über das Ardana System sehr genau. Vor allem die neuerlich getroffenen Sicherheitsvorkehrungen interessierten den grauhaarigen Terraner sehr. Er erinnerte sich noch sehr lebhaft an den Schock, den die Neuigkeit über das Dahinscheiden von Botschafter Tosisi, für den sich die lange Reise aus den Kernwelten als tödlich erwies, verursacht hatte.
Valorum konnte sich gut ausmalen wie die vielen Konferenzen, Debatten und Streitereien an den letzten Reserven von Tosisi gezert haben mussten. Für einen Moment verlor sich Valorums Blick in der Luft als er sich die vollschlanke Statur des ehemaligen Botschafters wieder vor Augen führte. Es war Valorum unbegreiflich wie Tosisi aufgrund seiner erfolgreichen Karriere als Diplomat, kurz vor seiner Pansionierung so schnell an Gewicht zu nehmen konnte. Was schließlich dazu führte das Tosisis hohes Alter in Kombination mit seiner Fettleibigkeit zu einem tötlichen Herzanfall führte.
Du hast dich zu sehr gehen lassen Tor. Valorum seufzte betroffen und sah aus dem Backbordfenster seines Reiseshuttles. Der Anblick der funkelnden Sterne, vor allem die brodelnde Oberfläche der Sonne von Ardana die sie nun passierten, halfen Valorum kurz den Kummer zu verdrängen den der Tod seines ehemaligen Freundes in ihm verursachte.
Hätten wir uns doch nur öfter gesehen. Valorum war sich sicher das die Wiedervereinigung des terranischen Imperiums, das langsame Ende von Tor Tosisi eingeleitet hatte. Es war damals sein größtes Anliegen gewesen die Systeme unter dem Joch der nun zerbrochenen Allianz zum Aufstand zu bewegen. Vor allem zu der Zeit als die nahende Wiederauferstehung des einen Imperiums abzusehen war. Doch dannach gab es keine Aufstände mehr die man entfachen konnte, ganz im Gegenteil mussten die ehemaligen Rebellen nun selbser zu Tyranen werden um das noch wackelige Imperium zu stützen und das in vielen Fällen nach dem vorzeitigen Abzug der Diplomaten.

"Damals fochten wir für eine Seite, ein gemeinsames Ziel und jetzt keimt unter der Oberfläche das Selbe was unsere Spezies vor einer halben Ewigkeit an den Rand der Ausrottung geführt hat." Valorums Tochter, noch relativ jung, strottzend vor Energie aus dem Imperium das zu machen was es eigentlich sein sollte, sah ihren Vater bei diesen Worten mitfühlend an. Sie hatte Onkel Tosisi geliebt wie ein Mitglied der Familie und das waren sie Jahre lang auch, eine Familie. Die sich Halt gab und für einander da war. Ganz gleichgültig der vielen Lichtjahre die sie die meiste Zeit über trennten.
Doch der desilusionierte Anblick ihres Vaters und sein sichtbarer Kummer zeigte ihr wiedereinmal das diese Zeit vorbei war.
Das die Euphorie über die Wiederauferstehung des Reiches einen bitteren Beigeschmack bekam. Hinzu kam Stella Valorums Gedanke das Tosi, wie sie ihn als Kind genannt hatte, nicht aufgrund seiner Fettleibigkeit oder des hohen Alters verschieden war. Von ihren Bedenken verlor Stella jedoch aus Rücksicht auf ihren Vater kein Wort. Die junge Frau tätschelte stattdessen ihrem Vater aufmunternd das Knie ohne etwas zu sagen.
"Die Sicherheitsvorkehrungen stehen den Bedingungen im Senat in nichts nach." Schnitt Stella Valorum das eigentliche Thema an um ihren Vater von seinem Kummer abzulenken.
"Was merkwürdig ist, bedenkt man das ich nur ein alter Botschafter bin der die besten Jahre seines Lebens hinter sich hat." "Vater..." "...tatsächlich glaube ich das es hierbei mehr um dich und deine Sicherheit geht als um meine." Stella Valorum sah ihren Vater verwirrt an.
"Ich habe dich nicht grundlos auf diese Reise mitgenommen, Kind." Ihr Vater lehnte sich vielsagend vor und nahm die Hände seiner Tochter in die Seinen.
"Es ist meine letzte Aufgabe als terranischer Botschafter. Ich werde mich danach zur Ruhe setzen." "Aber der Senat wird nicht..." "...der Senat hat mein Rücktrittsgesuch bereits gegengezeichnet. Zumindest die Verwaltung und sie sind damit einverstanden das du nach unserer Rückkehr nach Terra meine Pflichten übernimmst." Stella Valorum glaubte nicht was sie da hörte. Ihr Vater war lange Zeit ein Vorbild für Viele gewesen. Ganz davon abgesehen das er einfach die angebohrene Fähigkeit zur Diplomatie besaß. Sie hatte diese Neuigkeit noch nicht einmal verdaut, da verengte sie ihre Augen zu schlitzen und mussterte ihren Vater vorwurfsvoll.
Als er sich daraufhin von ihr zurückzog hatte sie die nötige Bestätigung.
"Du glaubst auch nicht das Onkel Tosi eines natürlichen Todes gestorben ist, habe ich Recht?" Der scharfe Ton und der Blick den Stella ihrem Vater zu warf erinnerten Valorum sehr an ihre Mutter. Sie hatte nicht nur ihr vertraueneinflössendes Aussehen sondern auch den Scharfsinn und das Erkennungsvermögen ihrer Mutter geerbt. Sie würde eine würdige Nachfolgerin werden.
"Das glaube ich keines wegs. Tor wurde zu alt für die Pflichten eines Botschafters und er..." "...versuche nicht mich nicht mit den üblichen Ausreden abzuspeisen, Vater. Du vergisst das ich deine Tochter bin. Ich sehe es in deinen Augen."
Ein plötzliches Räuspern aus der Richtung des Cockpits ließ Stella Valorum ihre Stimme zügeln. Ihr Vater sah wieder aus dem Fenster und sah den eingetretenen Ehrengardisten nicht an.
"Verzeihen Sie... Botschafter Valorum? Wir befinden uns im Anflug auf Ardana. Die Blockadeschiffe rufen uns." Geduldig wartete der Offizier eine Reaktion ab. Stella Valorum warf ihrem Vater einen prüfenden Blick zu und antwortete an Stelle ihres Vaters.
"Danke Lieutenant. Teilen Sie ihnen mit das wir unverzüglich landen wollen." Der Ehrengardist akzeptierte Stellas Antwort als käme diese direkt von ihrem Vater. Als sie wieder alleine waren fragte sich die junge Diplomatin wieviel der Offizier von ihrer Unterhaltung mitbekommen hatte. Sie wartete noch einen Augenblick und sah ihr Vorbild an. Das noch immer schweigsam und in Gedanken versunken aus dem Fenster sah.
"Wenn ich mich irre, wieso hat man dann die Ehrengarde zu unserer Eskorte abkommandiert?" Erneut reagierte ihr Vater nicht, erweckte den Eindruck als hätte er sie überhaupt nicht wahrgenommen. Stella ließ das Thema vorerst sacken und wittmete sich den bisherigen Fortschritten von Botschafter Tosisi.

Die Staffel von alten Peregrine Jägern war in vorbildlichem Zustand. Auf jedem Rumpf ragte dezent das Hochheitszeichen des terranischen Imperiums, am Ende zierender Linen auf, die sich an den Seiten der Jäger über den Rumpf bis zum Cockpit zogen. Botschafter Valorum bezweifelte das die Staffel von Ehrengardisten den Schutz seiner Tochter gewährleisten konnte, falls es zu einer Eskalation des Disputtes kam. Jedoch schwebte noch immer der Cheyenne Kreuzer von Tosisi im Orbit.
Gegen die Blockadeschiffe der Handelsallianz hätten wir keine Chance. Dachte Valorum mit düsteren Hintergedanken als die Impervious unter dem Cheyenne Kreuzer hinweg zog und das Führungsschiff der Handelsallianz ansteuerte. Eine düstere Vorahnung über kam den Botschafter als die Schatten des Hangars die Impervious verschlangen und die Sonne des Ardana Systems verschwand.

Mittwoch, 28. Februar 2393 - 19:25 Uhr
Ardana System - Doomgiver
Daultay Thrawn


Mit Luchsaugen und einer gebührenden Portion des Unglaubens sah Thrawn seinen Attachè an. Verängstigt stand der Saurianer vor seinem Gebieter und wartete eine Reaktion ab.
"Was, was habt Ihr gesagt?" "Die Botschafter sind Terraner und im Auftrag des imperialen Senats hier, glaube ich. Eine Staffel der terranischen Ehrengarde eskortiert sie." Verstohlen sah der Attachè zwischen seinem Herren und dessen Gast hin und her.
"Sagte ich es nicht, das Imperium würde versuchen eine Einigung zu erzwingen?" Kommentierte der Söldner scharf und wittmete sich kurz Thrawns Attachè.
"Lenkt sie ab. Sie sollen warten bis wir Fürst Kalifar kontaktiert haben." Der kleinwüchsige Attachè sah von einem zum anderen. Sein Gebieter bewegte ruckartig die Hand und bestätigte die Anweisung seines Gastes knurrend. Dann warteten sie bis der reptilienartige Saurianer durch das Brückenschott verschwand.
"Es war nur eine Frage der Zeit bis das Imperium wieder auf uns aufmerksam wird." Fuhr Thrawn fort und sah in die Richtung in die sein Attachè eben erst verschwunden war. Der Söldner zu seiner Linken sagte nichts, mischte sich nicht ein und ließ seinen Blick über die Brücke wandern. Die anwesenden Offiziere der Doomgiver waren auf der großräumigen Brücke weit verstreut und außer Hörweite. Erst als der Söldner sich dessen ganz sicher war, packte er Thrawn am linken Oberarm und drehte ihn zum Panoramaschirm des Blockadekreuzers. Der Hauptplanet des Ardana Systems zeigte sich darauf ab, genauer gesagt die nördliche Halbkugel und im Orbit die Armada von Blockadeschiffen. Daultay Thrawn erkannte nach kurzer Zeit worauf sein Gast hinaussteuerte und lächelte zuversichtlich. Die Augen des ungleichen Duos begegneten sich kurz, dann löste sich Thrawn vom Griff des Söldners und stampfte über den polierten Tritaniumboden seiner Brücke zum Kommunikationsoffizier.
"Verbindet mich auf einem sicheren Kanal mit Kalifar." Die Bestätigung kam ohne Verzögerung. Der Söldner nickte Thrawn zuversichtlich zu und näherte sich bereits gemäßener Schritte dem Holokommunikator.

Ein wenig ungeduldig sah Thrawn zu seinem Kommunikationsoffizier als der Verbindungsaufbau länger dauerte als er es gewohnt war. Der Ring des Holokommunikators, im direkten Zentrum der Brücke leuchtete daraufhin auf. Der Moment in dem der Söldner einen Schritt hinter Daultay Thrawn zurück wich und ihn somit quasi allein dastehen ließ.
"Was gibt es?" Das Hologramm flackerte in unendlichen Wiederholungen, so das man nur sagen konnte das es sich um einen Humanoiden handelte. Doch die genau Spezies konnte nicht zugeordnet werden.
"Das Imperium hat eine weitere Delegation entsandt, sie ist so eben in unserem Hangar gelandet." "Offenbar um Tor Tosisis Platz bei den Verhandlungen zu ersetzten." "Dieses Mal sind es zwei. Ihr sagtet das Imperium würde keine weiteren Botschafter schicken... so bald Tosisi tot ist." "Das kommt unerwartet, das gebe ich zu." Thrawn sah hinter seine Schultern und fixsierte den Söldner der den Blick nicht eine Sekunde lang auf das verzerrte Hologramm richtete. Außerdem war der Söldner ungewohnt nervös. Garnicht so selbst bewusst wie er es in jeder Sekunde der letzten Wochen war.
"Wir haben eine Übereinkunft mit Pickering Enterprises das uns verpflichtet das Abkommen durchzusetzen sonnst..." "...dessen bin ich mir bewusst Inquisitor. Das Imperium hat sich lange genug in unsere Angelegenheiten eingemischt. Beginnt die Landung Eurer Truppen." "Aber, Mylord... ist das denn, legal?" Erkundigte sich Thrawn nervös und fühlte den Kloß in seinem Hals größer werden.
"Ich werde dafür Sorge tragen." "Und die Botschafter?" "Der garidianische General hätte sie niemals in diese Angelegenheit miteinbeziehen dürfen... tötet beide auf der Stelle." Das Hologramm verschwand, die Kommunikationsplattform verblasste und war vom polierten Boden der Brücke nicht mehr zu unterscheiden.

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Mittwoch, 28. Februar 2393 - 19:40 Uhr
Ardana System - Doomgiver
Castor & Stella Valorum


Botschafter Valorum war ein geduldiger Mann. Er hatte früh gelernt das Geduld und Ruhe die wichtigsten Tugenden eines Diplomaten waren. Vor allem als Vertreter des einen Imperiums. Dennoch hatte er das starke Gefühl das seine heutige Geduld fehl am Platz war und der Umstand das man sie seit 20 Minuten in einem der Konferenzräume ohne Nachricht warten ließ, verstärkte seine Nervosität nur noch. Nach Außen war er jedoch die Ruhe in Person.
"Man sollte meinen das den Vertretern der Handelsallianz mehr daran liegen würde dieses Treffen abzuhalten." Der Botschafter sah auf die ärgerlichen Worte seiner Tochter zu ihr herüber, nahm einen Schluck von den Getränken die einer der Diener der Handelsallianz ihnen gebracht hatte und legte die Hände in den Schoß. Sein anschließendes Lächeln resultierte wie so oft aus dem Aussehen seiner Tochter und weniger aus der nervösen Ungeduld die sie nicht zu verbergen versuchte.
In ihrem cremefarbenen Kleid, das an den Schultern frei und die Arme durch farblich angepasste Ellbogenhandschuhe verdeckte, passte sein kleines Mädchen nicht in diesen kalten Konferenzraum. In Valorums Augen sah Stella aus wie eine Prinzessin. Das silberne Assecoire auf ihrem Kopf, das den Zweck hatte ihr schwarzes Haar aus dem Gesicht, hinter die Ohren und somit in einer dünnen Linie in den Nacken zu bannen, unterstrich das Majestetische seiner Tochter sowie sein Bild von ihr. Als er seine Aufmerksamkeit den Goldsträhnen in ihrer Frisur wittmete, entfuhr dem Botschafter ein unbekümmertes, leises Lachen.
"Ich weiß nicht ob du wütend, oder einfach nur frustriert bist das man dir so wenig Aufmerksamkeit zukommen lässt." Die Worte ihres Vaters ließen Stella Valorums Ärger einen neuen Pegel erreichen. Sie drehte sich, mit den Armen in die Hüften gestützt zu ihm um, vergaß dabei den Anblick der Blockadeschiffe im Orbit und funkelte ihren Mentor wütend an. "Du findest das lustig?"
Der Botschafter stand elegant und breit lächelnd von dem schwarzen Stuhl auf, warf die Hände dabei beiläufig in die Luft um die langen Ärmel seines Diplomatenmantels nach hinten zu drängen und ergriff seine Tochter sanft an den Schultern.
"Du bist die Tochter deiner Mutter. Mit jeder Facette. Dieser Zorn in deinen Augen passt nicht zu dir. Eigentlich passt nichts zu dir was schlecht ist... außer diesem Beruf natürlich." Valorum küsste sein Kind auf die Stirn und nahm erleichtert ihre wiederkehrende Ruhe zur Kenntnis. Bewusst mied er die Sicht aus den Fenstern des Konferenzraumes. Der Anblick der Blockadeschiffe würde sein unbekümmertes Lächeln sofort verschwinden lassen und die trüben Gedanken seiner Tochter nur noch verstärken. Er wandte sich langsam von ihr ab, verspürte einen inneren Frieden, da er nun den Blick seiner Prinzessin von den Kampfschiffen der Handelsallianz abgelenkt hatte und setzte sich wieder.
"Die Allianzvertreter sind allesamt Feiglinge und wäre..." Der Botschafter verstummte plötzlich und suchte nach den richtigen Worten um fortzufahren. "...die ganze Angelegenheit wird nicht lange dauern." Valorums Tochter seufzte, warf die Arme resignierend in die Luft und ging auf ihren Vater zu, lief an ihm vorbei und kam wieder zurück. "Stella... setz dich."

Ein dezentes Lächeln zeichnete sich an den Mundwinkeln des Lieutenants ab während er den Rest seiner Garde bei einem Sabbac Spiel beobachtete. Die vier Männer und zwei Frauen hatten einen bescheidenen Raum am Ende des Korridors zu ihrer Verfügung. Mit Essen und Getränken hatten die Diener der Handelsallianz zusätzlich sichergestellt das es den Ehrengardisten an nichts fehlte. Das Sabbac Spiel gehörte ebenfalls dazu, war aber auch das Einzige das unbekümmert genutzt wurde.
"Spielen Sie mit uns Lieutenant?" Der Offizier schüttelte den Kopf auf die Frage einer jungen Gardistin, die ihr Haar kurzgeschoren wie ihre Kameraden trug und rührte weiterhin mit dem kleinen Löffel in der Teetasse. Er sog den Duft des Gewürztees in die Nase und stellte ihn auf einen kleinen Tisch neben der Tür ab. Mit den behandschuhten Händen strich er die Fallten aus seiner Uniform, überprüfte an einem kleinen Spiegel an der Wand den Sitz der Frisur und sah noch einmal zu den spielenden Gardisten.
"Sie haben da etwas übersehen Lieutenant." Der Offizier hatte sich bereits wieder dem Spiegel zugewandt und ordnete den Satz nur der Stimme nach der Person zu. Der entsprechende Unteroffizier zwinkerte seinem Vorgesetzten wissend zu und war daraufhin bereits wieder im Spiel vertieft.

Die polierten Stiefel des Lieutenants klackten auf dem blanken Boden des Korridors und sein Gang hallte von den Tritaniumwänden musikalisch wieder während er sich dem Schott zum Konferenzraum näherte. Er blieb mit ernster Miene vor den zwei Wachposten stehen und nickte den Gardisten zu.
"War jemand hier?" Erkundigte er sich und erntete knappe Antworten die der Wahrheit nicht weniger entsprechen konnten. Prüfend sah der Lieutenant alle drei Korridore der T-Kreuzung hinunter und legte die Stirn in Fallten. Die dunklen türkisfarbenen Wände und Böden glänzten wie frisch mit Politur überzogen. Keine der kleinen Beleuchtungslampen an den Bodenrändern und der Decke flackerte. Alle sichtbaren Schotts waren geschlossen und der mechanische Energiepuls des Schiffes vibrierte unschuldig unter den Stiefeln der Ehrengardisten.
Was fehlt in diesem Bild? Die Wichtigkeit seines Aussehens bevor er den Botschaftern entgegen trat, war nun aus einem inneren Gefühl heraus kleiner als vor einer Minute.
"Alles in Ordnung, Sir?" Der Lieutenant fixsierte den Gardisten auf der linken Seite des Schotts und blinzelte als hätte er die Frage nicht verstanden. "Was? Nein, alles bestens. Sie sagen es war niemand hier?" Die Wachen schüttelten unisono die Köpfe. "Sind Sie absolut sicher und in den Korridoren?" Plötzlich überlegten die zwei Männer und wechselten einen Bilck als stünden sie in telepatischem Kontakt oder als könnte der Eine, die Antwort in den Augen des Anderen ablesen.
"Haben wir ein Problem, Lieutenant?" Der Offizier rieb sich das glattrasierte Kinn und sah wieder abwechselnd die drei Korridore hinunter. Eine braune Strähne der mittellangen Haare viel dem Ehrengardisten ins Gesicht als er den Fragesteller daraufhin ansah. Er streckte einen behandschuhten Finger aus und sprach abwechselnd zu jedem der zwei Wachmänner. "Kontakten Sie den Piloten der Impervious. Fragen Sie ob alles in Ordnung ist und sagen Sie den anderen bescheid das sie ihre Waffen noch einmal überprüfen sollen. Ich spreche anschließend mit Commander Dix sobald ich mich persönlich vom Wohlbefinden der Diplomaten vergewissert habe." Die Gardisten bestätigten die Anweisungen unisono und einer eilte zum Wachraum der Ehrengarde davon. In der selben Sekunde sprach der Hinterbliebene in seinen Kommunikator, hatte gleichzeitig den Sicherheitsriemen seines Halfters gelöst und das Schott zum Konferenzraum der Delegation hatte sich bereits hinter dem Lieutenant geschlossen. Alles in der Reihenfolge eines Liedschlages.

Mittwoch, 28. Februar 2393 - 19:45 Uhr
Sektor 113 - Ardana System
Commander Shane Dix


Mit halber Impulsgeschwindigkeit zog das Ralroost-Geschwader seine Bahnen im sicheren Abstand zu den restlichen Blockadekreuzern und wäre dabei am liebsten zusätzlich außerhalb der Waffenreichweite der Doomgiver geblieben. Doch für den Fall von unerwarteten Kommplikationen musste das Geschwader die sichere Flucht der Impervious sicherstellen und die Tatsache das sich das Diplomatenschiff im Bauch der Bestie befand machte die Vorstellung eines Kampfes nicht unbedingt erträglicher für den Geschwaderkommandanten.
Im Cockpit seines Peregrine fühlte sich Commander Shane Dix beim Anblick des neuen Schiffstypen der Handelsallianz ungewohnt verletzlich. Ganz davon abgesehen das sein Raumjäger höhstens zwei Treffer der Waffensysteme überstehen würde. Abhängig vom Trefferwinkel und der Entfernung zu den Geschützen die wie leblose Augen die Flugbahnen des Ralroost-Geschwaders zu verfolgen schienen. Es juckte Shane unter den Fingern und villeicht würde ein aktiver Scan der taktischen Systeme der Doomgiver unentdeckt bleiben. Doch das Risiko wollte er nicht eingehen. Der Kommandant des Ralrosst-Geschwaders wusste wie angespannt die Lage war. Er kannte nicht einen einzigen Bericht der aussagte das die Handelsallianz jemals einen Planeten belagert hätte, der so ungefährlich und schwach war wie der Hauptplanet des Ardana Systems.
Dieser Planet verfügt nur über eine Flotte von Handelsschiffen und selbst die ist nicht besonders groß. Shane Dix schüttelte den Kopf und bereitete seinen Peregrine auf eine Umdrehung vor bei der er den vorgegebenen Abstand zur Doomgiver ein wenig ausreizen wollte.
Scannen darf ich dich nicht, aber kucken wird doch noch erlaubt sein? Der Peregrine schlängelte sich aus der Formation des Geschwaders und näherte sich der 3.000 m Grenze.
"Geschwaderführer, was tun Sie da?" Meldete sich wie erwartet die weibliche Stimme von Shanes Flügelfrau. Der Commander lächelte einen Moment und zog die Nase seines Peregrine langsam nach steuerbord, neigte den Backbordflügel um 30° Grad und zog dem linken Triebwerk 10% Leistung ab. Der Jäger blieb längseits der Doomgiver auf geradem Kurs und verringerte kontinuierlich die Distanz zur Sicherheitsmarke bis der Peregrine schließlich unter die 3.000 m Grenze fiel.
"Ich habe, ein Problem, mit meinem Backbordtriebwerk. Es wird ein paar Sekunden dauern bis ich den Energiefluss ausgeglichen habe." "Sie sind unter der Grenzmarke, ich ziehe Sie raus..." "Nein...!" Der plötzliche Protest des Commanders kam lauter als er beabsichtigt hatte und fasste sich wieder um gesetzter fortzufahren. "Äh, nein. Übernehmen Sie meine Position an der Spitze und halten Sie den Sicherheitsabstand bei." "Wie Sie wollen Ralroost-1."
Shane Dix war mit seinen Beobachtungen sehr genau und richtete die Holokameras am Rumpf seines Peregrine auf die Hülle der Doomgiver aus. Er fiel 300 m unter die vorgegebene Sicherheitsmarke bevor sein Waffenoffizier ihn auf einen eingehenden Funkspruch hinwies. Der Commander sah über die Schulter und nickte mürrisch. Nicht einmal ein kurzer Blick ist mir gegönnt. Noch bevor die Verbindung aufgebaut wurde, glitten die Hände des Geschwaderkommandanten bereits wieder über die Antriebs- und Steuerkontrollen. Dennoch ließ er sich Zeit und glich den Energieausstoß seines Backbordtriebwerkes, im Minutentakt um lediglich einen Prozent aus. Während er seine Augen abwechselnd, von dem Monitor an seiner linken Seite und dem live Anblick des Blockadekreuzers aus dem ebenfalls linken Teil der Cockpitfenster, hin und her wandern ließ und sich damit überzeugte das die Holokameras ja das Richtige darstellten, wartete er gleichzeitig das die gelangweilte Stimme eines Offiziers der Flugkontrolle, an Bord der Doomgiver, aus den Lautsprechern drang.
"Commander Dix?" Ein wenig verwundert sah der Geschwaderkommandant beim erklingen der vertrauten Stimme gerade in den Weltraum hinaus und schließlich wieder auf den Monitor der Holokameras.
"Ich hätte eigentlich die Flugkontrolle dieses Monsters erwartet... was gibt es Lieutenant?" "Die Flugkontrolle. Ist alles in Ordnung?" Die Frage des Gardisten, am anderen Ende der Verbindung, ließ Dix kurz mit dem linken Mundwinkel zucken. Er verkniff sich eine Antwort mit dem wahrheitsgemäßen Inhalt seiner momentanen Aktion und reagierte mit einer Gegenfrage: "Wie schreitet die Konferenz voran, sind die Botschafter bald fertig?"
Als die Antwort auf eine so simple Frage länger auf sich warten ließ, als das es einen logischen Grund dafür geben konnte, war der Geschwaderkommandant innerlich ziemlich froh das sein Backbordtriebwerk wieder auf 98% hochgefahren und die vorgeteuschte linke Schlagseite bereits wieder ausgeglichen war. In zwei Minuten würde Ralroost-1 die 3.000 m Marke abermals schneiden und den Sicherheitsabstand wieder herstellen.
"Lieutenant?" Commander Dix sah fragend über die Schulter zu seinem Waffenoffizier, der den Blick seines Anführers ahnugslos wiedergab und erstattete erst nach einigen Sekunden Meldung.
"Die Verbindung wurde unterbrochen." "Von wem?" Der Waffenoffizier seufzte ahnugsvoll auf diese Frage. "Von der Doomgiver selbst."
"Soll das heißen Sie blockiert unsere externen Kom-Kanäle?" In der matten Spiegelung der Cockpitfenster erkannte Commander Dix wie sein Waffenoffizier hinter ihm die Brauen wölbte und von einer Waffenkontrolle zur anderen wechselte, ohne es für nötig zu halten zu antworten.
"Wieso sollte sie, unsere Kom-Kanäle blockieren?"
Bevor er seinen Gedanken zu Ende führte, beschleunigte Ralroost-1 auf vollen Impuls, zog die Nase steil nach oben und leitete die gesamte Schildenergie vorbeuglich in die Heckschilde.

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Mittwoch, 28. Februar 2393 - 19:47 Uhr
Ardana System - Doomgiver
Castor & Stella Valorum, Lt. Chen Neck


"Machen Sie sich keine Sorgen, bei uns sind Sie sicher." Die Worte des Lieutenants klangen ehrlich und zuversichtlich. Dennoch konnten sie die Besorgnis sowie die Angst aus Valorum nicht bannen. Seine Sorge gallt jedoch an erster Stelle seiner Tochter und selbst wenn man es ihr nicht ansehen konnte, so hatte sie Angst. Er drückte ermutigend ihre Hand und teilte den Mut mit seiner kleinen Prinzessin. Sie erwiederte wortlos den Druck.
Zielstrebig entfernten sie sich vom Konferenzraum, wanderten eiligst den Korridor zum nächsten Turbolift hinunter. Keines der Schotts auf ihrem Weg öffnete sich als sich die Gruppe in Reichweite der Bewegungssensoren bewegte. Lt. Neck drängte die zwei Diplomaten tiefer in ihre Mitte, packte Stella Valorum am linken Oberarm als wäre sie eine Gefangene oder als ob diese Berührung einen schützenden Schild, um die aufsteigende Diplomatin legen könnte und entriss sie somit vorerst dem Griff des eigenen Vaters. Während zwei Gardisten nach vorne rannten, die gegenüberliegende T-Kreuzung überprüften und die Türen eines Turbolifts aufstämmten. Die zwei Männer winkten der Eskorte näher zu kommen und das taten sie auch ohne größere Umschweife. Einer nach dem anderen trat geordnet und zügig in die breite Kabine. Die kaltherzigen Soldaten der Handelsallianz, die den Bereich über einen seperaten Lastenlift überrannten sahen sie nicht mehr. Doch hörten sie die kalten, metalenen Schritte die durch die Korridore hallten.

Mit einem kräftigen Ruck hielt der Lift. Ein Blick des Anführers reichte um eine Gardistin, durch die Insaßen hindurch nach vorn tretenzulassen. Sie demontierte stumm die Kontrolltafel und stellte die Energiezufuhr wieder her. Der Lift fuhr noch über zwei Ebenen, blieb stehen, öffnete die Türen und ließ die Flüchtenden ohne weitere Schwierigkeiten hinaus. Die zügigen Schritte der Delegation hallten auch hier durch die strahlende Reinheit der Wände wieder und verstummten, als die noch eben erst durch ein offenes, geräumiges Schott gesehene Impervious stolz, edel und hochmodern unter den grellen Salven eines Hangarabwehrturms in Flammen aufging. Der entstandene Feuerball breitete sich mit immenser Geschwindigkeit aus, verschlang die grüne Halbkugel von Ardana und den Sternenhimmel sowie die Blockadeschiffe, die durch ein bläuliges Atmosphärenkraftfeld in der Landebucht zu sehen waren, näherte sich dem offenen Schott und rollte den Imperialen entgegen. Sie fühlten einen Moment die Hitze und schlossen die Augen vor den grellen Flammen.
Einen Moment später sahen alle das zugefallene Schott, blinzelten, schlossen die im Entsetzen geöffneten Münder und senkten die Arme die jeder gehoben hatte um die anrollenden Flammen abzuwehren. Ohne zu zögern machte die Gruppe kehrt, Chen Neck allen voran und strebte über einen Nebenkorridor einer anderen Landebucht entgegen. Die Wände, die Böden, die kühle Temperatur und die Beleuchtung ließen das eben passierte wie eine Illusion erscheinen.

Die Gardisten hatten einen schützenden Ring um die Delegierten gebildet und warteten bis die vorherigen, klappernden Schritte ein Gesicht bekamen. Hinter schweren Frachtkisten, Antigravkarren und Gerüsten nahmen sie ihre Stellungen ein.
"...hat die Doomgiver ihre Schilde hochgefahren?" Die Frage des Lieutenants wurde von einem Gardisten, der die violetten Augen auf einem Tricorder ruhen hatte, mit einem Kopfschütteln beantwortet. Doch ohne eine mögliche Kommleitung konnte das Ralroost-Geschwader dennoch nicht gerufen werden. Der Blick des Lieutenants wanderte durch die praktisch leere Landebucht. Hinauf zu den freien Andockklammern für Raumjäger in schwindelerregender Höhe und dem offenen Hangartor in dem stattdessen ein blaues Kraftfeld vorsichhin surrte. Es gab außerdem, nicht eine Raumfähre die man zur Flucht nutzen konnte, trozdem... waren sie weit gekommen.
Konzentriert richteten die Ehrengardisten ihre Phaser nach vorn, warteten und eröffneten sofort das Feuer als die kaltherzigen Soldaten der Handelsallianz das notverschweißte Schott aufsprengten und die Landebucht stürmten. Sofort zerschnitten destruktive Phaserstrahlen die Luft, rissen autonome Soldaten nieder die wortlos, funkensprühend und scheppernd auf die Gitterböden der Landebucht fielen. Binnen von Sekunden hatte ihre Umgebung seine reine, vertraueneinflössende Reinheit verloren als der erste Gardist zusammenbrach und sich am Boden windend versuchte das Gesicht zusammenzuhalten.
Lieutenant Chen Neck zog den Mann nach hinten. Ließ den Unteroffizier neben den Delegierten liegen die ihn verängstigt ansahen. Ohne etwas zu sagen stand der Ehrengardist wieder auf und zählte über den Finger die Anzahl der übrigen >Kampfdroiden<. Allein die Tatsache wer ihr Feind war ließ jeden immer wieder erschauern.

"...die Diplomaten zuerst." Als wollte Neck seinem Befehl den dramatischen Nachdruck verleihen, ließ er das Bodengitter scheppernd auf den Hangarboden fallen. Zwei Gardisten stiegen in den Wartungsschacht voran, gefolgt von Stella und Castor Valorum denen sich der Lieutenant anschloss. Die letzten vier Gardisten zogen hinterher, strebten dem offenen Bodengitter entgegen und verschwanden in den Eingeweiden des Blockadekreuzers.
Wieviele Landebuchten hat dieses verfluchte Schiff? Aber besser für uns. Im nächsten Bereich liegt eine Fähre... Das nähste Gitter wurde aufgestämmt und zur Seite geschoben. Zwischen Frachtkisten kletterten sie im nächsten Hangar hinaus. Der Lieutenant übernahm den Scan dieses Mal persönlich. Das Ergebnis brachte seine Hände zum zittern. Wütend umschloss seine Hand den Tricorder, blieb dennoch ruhig und spähte zwischen deb Frachtkisten hindurch.
Aufgereiht wie Puppen, gleichfarbend, gleichsam bewaffnet und aus seiner Position unüberschaubar, verfolgte der Lieutenant der Ehrengarde die Verladeoperationen der größten Droidenarmee die seine jungen Augen jemals gesehen hatten. Er kannte Kulturen die Roboter für Kriege einsätzen, frühe Völker, primitivere und vorsichtige Spezies.
"Sieht aus wie eine Invasionsarmee." Stella Valorum hatte sich neugierig angeschlichen und sah Chen Neck über die Schulter. Seine Augen suchten ihr Gesicht ab, bewunderten es, die Reife, die Stärke, die Zuversicht und fühlte neue Hoffnung in sich aufsteigen.
"Was machen wir jetzt?" Der Offizier der Ehrengarde, ließ seinen Blick noch einmal über durch den See von Invasionsdroiden wandern. Über die ganze sichtbare Kriegsmaschinerie der Handelsallianz und deutete mit einem behandschuhten Finger auf einen der vielen Transporter.

Mittwoch, 28. Februar 2393 - 19:50 Uhr
Sektor 113 - Ardana Sektor
Commander Shane Dix


Mit vogelgleicher Anmut wich das Ralroost-Geschwader dem ersten schwefelgelben Beschuss der Disruptorbatterien des Blockadekreuzers aus. Der taktische Monitor auf Commander Dixs Navigationskontrollen wurde von mehreren roten Fäden überschwämt, die die Luftstreitkräfte der Handelsallianz in enger Formation darstellten. Der Computer berechnete die Flugrouten der einzelnen Schiffe und gab mehrere Warnsignale von sich, hob neu erscheinende violette Signale mit einem Fadenkreuz ab, die sich den Peregrine Jägern seines Geschwaders näherten. Shane Dix musste nicht die genauen Daten ablesen um zu wissen das es sich dabei um unklassifizierte Starfighter der Handelsallianz handelte.
Als das Ralroost-Geschwader die effektive Feuerreichweite der Doomgiver verlassen hatte, wendete Ralroost-1 in einem Hochgeschwindigkeitsmanöver um sich den feindlichen Jägern zu stellen und ließ das Betriebssystem des Peregrine einen schrillen Warnruf ausstoßen. Schwefelgelbes Plasma schoss am Cockpit des Geschwaderführers vorbei, verfehlte sein Hauptziel mit der Hauptsalve und ließ dafür die Schilde von Dixs Flügelfrau sofort kollabieren. Er war sich nicht sicher ob es der Schock, ausgehend vom Moment der Erkenntnis oder die Tatsache wie schnell sich Ralroost-2 in einen glühenden Trümmerklumpen verwandelt hatte, das sie nicht einmal die Zeit hatte einen Hilferuf über den internen Kommkanal von sich zu geben. Ralroost-2 schlossen sich in den nächsten 10 Sekunden 16-20 an.
"An alle, wir ziehen uns sofort zurück. Berechnungen für Warpgeschwindigkeit durchführen und sofort raus!" Er erhielt nicht eine Bestätigung, das Geschwader war bereits in einer Kugel aus spitzen Schiffen ohne erkennbares Cockpit eingeschlossen.

Ralroost-1 drehte nach rechts in einer rollenden Bewegung ab und wich den Salven zweier Verfolger aus bevor sein Heckschild zusammenbrach. Aus dem hinteren Teil des Peregrine stoben Funken nach vorn und stachen in die dunkle Haut des Geschwaderkommandanten. Ein erschrockener Schrei des Waffenoffiziers ließ Dix nach hinten sehen. Der Bolianer hatte die Augen nach oben vedreht, dessen blaue Haut war auf der rechten Gesichtshälfte bis auf das Fleisch versenkt und mit Splittern aus einer der Waffenkontrollen verziehrt. Der Geruch von warmen Blut und verbranntem Fleisch breitete sich im Cockpit aus.
In dem Moment meldete der Computer die Bereitschaft für die Warpgeschwindigkeit. Die rechte Hand des Piloten schellte auf das entsprechende Feld und anstelle eines sich verzerrenden Sternenhimmels, leuchtete ein Statusbildschirm an Shanes Seite in verschiedenen roten Tönen auf. Ein plötzliches Gravitationsfeld, wo? Er nahm sich nicht die Zeit eine Ursache für die Subraumstörung ausfindigzumachen. Erneut traf schwefelgelbes Plasma den Perergrine und dieses Mal vielen die Steuerbordschilde, begleitet von erneuten Warnsirenen des Computers aus.
"Sofort nach Ardana, alle Piloten Formationen auflösen... findet einen Weg durch die Blockadekreuzer." Von ursprünglich 24 Jägern bestätigten nur noch 16 den Befehl. Es war ihnen jedoch gelungen jeden Verlust dreifach auszugleichen.
In losen dreier Formationen tauchte der Rest des Ralroost-Geschwaders unter die Doomgiver und drang in die Atmosphäre von Ardana ein. Zwischen unbewaffneten Landungsboten und automatischen Eskortjägern der Handelsallianz brachen zwei weitere Peregrines, unter dem schwefelgelben Beschuss der Handelsallianz, auseinander bevor die Jäger in die oberste Wolkenschicht des Planeten eintauchten. Die Trümmer von Botschafter Tosisis Diplomatenkreuzer, über der nördlichen Halbkugel folgten ihnen.

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Donnerstag, 01. März 2393 - 19:30 Uhr
Dead Zone - Peragus Station
Terence Sheridan & Brext Ijura


Es war nicht leicht das zu Beginn aufgetretene Misstrauen zu überwinden. Vor allem fiel es Sheridan nicht so sehr leicht wie er es sich im Nachhinein gewünscht hätte. Mit der Zeit offenbarte sich ihm wo genau er sich nun befand und ein geplündertes Shuttle vom Typ 9A, in der bescheidenen Landebucht der Station, half auch die entscheidenste aller Fragen der letzten zwei Wochen zu beantworten.
Mit einem inneren Kummer, den er in seinen Gesichtszügen nicht zu verbergen benötigte, sah er auf den Körper von Leutnant Garn hinab. Man hatte ihr das Betttuch über den ganzen Leib gezogen. Nur die zusammengekrümmten Antennen der Andorianerin ragten unter dem oberen Ende des weißen Tuches hervor. Mit ihr war die Anzahl von Toten auf der Peragus Station auf 103 angestiegen. Um die unbekannten Spezies, hielt es sich in Wahrheit um vertraute Humanoide bekannter Welten innerhalb und außerhalb der imperialen Grenzen. Sklaven, die man zur Arbeit in den Stollen der Peragus Mine gezwungen hatte. Die Materialien die hier gefördert wurden hatten zu bizarren Auswüchsen und Deformierungen geführt. Die verwendete Sprache war in Wahrheit nichts als ein ausgedachter Code der Schürfherren.
Mit der Zerschlagung des Orion Kartells hat das Imperium etwas gutes geleistet. Doch was für die Einen eine gute Botschaft ist, ist für die Anderen... Sheridan seufzte laut und rieb sich das unrasierte Gesicht, wobei es für eine kurze Weile völlig in den Handflächen verschwand. Die Peragus Station war eine der illegalen Minen des Syndikats gewesen und nach seinem Zusammenbruch hatten interne Machtkämpfe unter den Hinterbliebenden, gefolgt von einem dramatischen Aufstand zum entgültigen Verlust der Peragus Station geführt.
"Cordoba?" Der Superus drehte sich um und streckte den Rücken durch als Ijura in den Raum trat. Mehrere Wirbel glitten knackend in ihre ursprüngliche Position zurück und ließen Sheridan das bärtige Gesicht schmerzerföllt verziehen. Der Sicherheitschef ließ die grünen Augen durch die unzähligen Betten und die Toten darin wandern. Es fröstelte ihn aufgrund der geringen Temperatur in diesem und den anderen Räumen in denen sie die Toten untergebracht hatten.
"Ich sollte Sie ausfindig machen. Sie haben Ihren Kommunikator deaktiviert, warum?" "Aus persönlichen Gründen." "Verstehe. Klerikerin Quee wünscht, Ihre Anwesenheit auf dem Schiff." "Sind die Reperaturen denn schon abgeschlossen?" Erkundigte sich Sheridan stirnrunzelnd und erntete ein hastiges Kopfschütteln. Der Brustkorb des Superus hebte sich kurz und ließ anschließend seine linke Hand auf den Körper von Leutnant Garn niedersinken.
Auf den praktischen Teil meines Flugtrainings hätten wir verzichten sollen. Er verabschiedete sich noch einmal innerlich von seiner ehemaligen Flugausbilderin und nickte Ijura zu. Der Trill wendete auf dem Absatz und strebte dem Ausgangsschott entgegen.

Auf dem Rückweg zur Spearhead sprachen die beiden Männer kaum ein Wort miteinander. Obwohl in der verstrichenen Zeit viele Fragen geklärt wurden, unter anderem der Ursprung des Asteroidenringes um den Stationsplanetoiden der eine Ursache der Revolute war, fühlte Sheridan noch immer ein Misstrauen von Brext Ijura ausgehen das sich nicht ohne Worte erklären ließ. Vier geöffnete Feuerschotts ließen die Beiden hinter sich bevor Sheridan ein klärendes Gespräch begann.
"Sie haben mir noch immer nicht gesagt worin Ihr Problem liegt, Ijura." "Sie meinen außer der Tatsache das wir mit unserem Schiff mehrere hundert Lichtjahre von Terramar entfernt sind, die halbe Crew in der Zeit ums leben gekommen ist und wir nun viel näher am Territorium des wiedervereinten terranischen Imperiums, aus einer dieser elenden Anomalien hinausgetreten sind, als beabsichtigt? - Was übrig bleibt ist ein gescheiterter Kleriker der aufgrund seiner handlungen im schwarzen Sektor ins Exil geschickt wurde und dennoch ein gewisses Vertrauen meiner Befehlshaberin gewinnen konnte." Immer wieder begegneten ihnen Crewmitglieder der Spearhead. Mit Werkzeuggürteln und Antigravitationskarren bewaffnet zerlegten sie seit Tagen jedes System der Peragus Station um die nötigen Ersatzteile für ihr Schiff herzustellen und sie waren dabei überaus gründlich. Weshalb Sheridan schnell der Eindruck überkam, Scavangern begegnet zu sein. Anstatt einer Gruppe idealistischer Widerstandskämpfer die auf dem Rücken eines Schiffes dahergeritten waren, um in die Praxis umzusetzen was vor 100 Jahren noch, nur ein Konzeptentwurf war.
Er sagt mir nicht die Wahrheit. Offensichtlich ist da mehr und er verbirgt etwas. Wieder ließen sie einen bachtlichen Teil der Strecke hinter sich ohne auf die Antipathie zwischen sich zur sprache zukommen. Villeicht war es auch besser auf diese Weise miteinander zu verfahren. Sheridan hätte zu gerne gewusst wieviele von der Besatzung, ihm in Wahrheit ebenfalls auf diese Weise begegneten.

Im Kontrollzentrum der Station hatte man die Wandverkleidungen und Bedienoberflächen der Computerperiferie bereits zum größten Teil entfernt. Nur das Nötigste um die Arbeiten innerhalb der Räume und verwobenen Korridore zu koordinieren, auch das am wenigsten verwendbare befand sich am ursprünligchen Platz.
"Wieviele der Kommponenten kann man für die Reperaturen noch nutzen?" Sheridans Frage hallte intensiv durch den Raum und wurde dabei größtenteils von den Fusionsbrennern, surrenden Dualkopplern oder den plaudernden Stimmen der arbeitenden Techniker überlappt.
"Vieles ist nicht mehr übrig. Ein.. höhstens zwei Tage. Dann haben wir das Wertvollste geplündert. Die molekulare Umstrukturierung der Systemkommponenten und Anpassung an die Technologie der Spearhead werden das Doppelte der bisherigen Zeit in Anspruch nehmen. Wir werden jedoch nicht warten bis jeder Kratzer an der Hülle beseitigt ist. Zwei Tage, plus einen dritten um uns darauf vorzubereiten was außerhalb dieses Feldes liegt. Was auch der Grund ist wieso Klerikerin Quee Sie sehen will." Ijuras schneidender Tonfall ließ einige Techniker in Hörweite mit der Arbeit kurz inne halten und von den Decken oder hinter der Computerperiferie interessiert herüber sehen. Jedoch sahen sie desinteressiert wieder weg als die beiden ungleichen Männer durch das offene Schott zur Andockschleuse verschwanden. Den steilen Korridor hinauf.

Die Transporter der Spearhead wurden nur für den Materialtransport zwischen Schiff und Station verwendet. Auf einen größeren Luxus schien niemand auszusein. Sheridan schien es in den letzten Tagen sogar so, als würden die meisten Angehörigen der Besatzung bewusst ein bescheideners Dasein fristen. Wie er annahm aus mittlerweiler Gewohnheit und der einsamen Reise durch das galaktiche Outer Rim. Welches wesentlich, nahezu gigantisch war wenn man nicht das terranische Imperium als Nullmeridian heranzog. Sondern den Kern der Milchstraße selbst.
Die kleine Zwei-mann-Fähre machte einen Satz auf die Spitze der Spearhead zu, überflog die Außenhülle des Schiffes dicht genug das Sheridan die mal kleineren und größeren Schrammen begutachten konnte. Die Meisten waren alt, Jahre und schienen durch unbekannte Energieentladungen entstanden zu sein.
"Die Narben des ersten Antriebstests." Ließ sich Ijura vernehmen und deutete mit einem Finger auf weitere 'Narben' des Schiffes. Einige sahen aus wie die gescheiterten Versuche von Piraten Kaperlöcher in die Hülle zu sprengen, andere wie die Spuren von primitiven Laserkanonen und sogar Plasmarückstände konnte Sheridan deutlich erkennen.
"Mehrere Jahre Hölle. Wäre Danni Quee nicht gewesen... wir hätten ohne die Klerikerin das Outer Rim nicht überlebt." Die Wertschätzung und der Respekt den Brext Ijura für seine Kommandantin empfand, konnte Sheridan praktisch greifen. Die enge Raumfähre wurde langsamer, schwebte ruhig über der Landerampe der Sperhead herunter und wurde dabei von den Warnsignalen an der Unterseite in rotes Licht getaucht. Als sich dann das Hangartor öffnete und die Spitze der Fähre in das durchsichtige Atmosphärenkraftfeld des Hangars tauchte, erreichte die Zufriedenheit in Ijura einen neuen Pegel der ihn -für einige Sekunden- den Mann neben sich völlig vergessen ließ.

Donnerstag, 01. März 2393 - 19:45 Uhr
Peragus Station - Spearhead
Terence Sheridan & Danni Quee


Sheridan hatte sich das lange Haar zu einem Zopf zusammen gebunden und sah müde auf den Chronoring an seiner linken Hand während er im Konfernzraum auf Danni Quee wartete. Er hatte danach die Arme hinter dem Rücken verschränkt und sah durch die Fentser zur Peragus Station herüber, als sich die Doppeltür zischend öffnete. Undeutlich ließen sich die Plünderarbeiten, durch die breiten Aussichtsfenster des Kontrollzentrums, auf dem toten Planetoiden verfolgen. Wortlos stellte sich Danni Quee an Sheridans rechte Seite und folgte seinem Blick.
"Seit Ihr von Euren Verletzungen gut genesen?" "Meine Kräfte kehren wieder. Ab und zu habe ich noch Rückenschmerzen. Doch die werden auch immer schwächer." Der Superus spürte sofort die Freude über diese Neuigkeit und wandte das Gesicht Quee zu. Mit einem gutmütigen Lächeln sah Sheridan sie an bevor er wieder den unscharfen Arbeiten auf der Peragus Station folgte.
"Wie geht es Fey'lyar. Ist sie noch immer in dem Gastquartier und medietiert?" Versuchte Sheridan erfolgreich von sich abzulenken.
"Seit Tagen, ununterbrochen. Ab und zu lasse ich jemanden nach ihr sehen. Doch sie antwortet nicht. Öffnet nicht einmal die Tür. Würde ich durch die Dakarta nicht wissen das es ihr gut geht, ich würde das Quartier öffnen lassen." Die gut gemeinte Drohung in Quees Stimme war nicht zu überhören. Sheridan nickte verständlich, er würde das Gleiche tun. Sogar persönlich. Doch er wusste genau das man ihn nicht hergebeten hatte um über die alte Superus zu sprechen. Auch wenn sie sich noch immer bedeckt hielt und die Zuflucht des gestellten Quartiers schamlos auszunutzen schien.
"Man hat mir gesagt das Ihr bei den Arbeiten auf der Station aushelft. Dafür wollte ich Euch danken..." "Es hat seine Vorzüge in den Diensten des Imperiums zu stehen. Man lernt zusätzlich sich nützlich zu machen, vor allem in der imperialen Alpha Force." Viel Sheridan der Klerikerin in ruhigem Tonfall ins Wort. In der Vorahnung das die Erwähnung seiner letzten Rolle im Exil, dass Gespräch auf den Punkt bringen würde. Die Klerikerin nickte bedächtig, wandte sich ab, ging ein paar Schritte um schließlich am Kopf des Konferenztisches stehen zu bleiben. Ihre linke Hand glitt auf die, im Tisch eingebetteten Kontrollfelder zu und berührten jene. Noch im gleichen Moment verdunkelte sich der Raum und über dem mitgenommenen Tisch erschien eine holografische Karte des Alpha und Beta Quadranten. Von einem scheinbar willkürlichem Punkt aus, begann sich unregelmäßig eine rote Linie durch Sternensysteme und Quadranten zu ziehen. Auf gleicher Fläche färbten sich die einzelnen Quadranten in unregelmäßigen Linien in seperate Farben ein. Aus einzelnen Systemen, wurden einheitliche asymetrische Gruppierungen, dähnten sich aus und änderten die Hintergrundfarbe um ein neues einheitliches Imperium, Allianz oder Concordium darzustellen. Anschließend bekamen die Schlüsselsektoren Namen. Sheridan kannte nicht alle, vor allem nicht jene durch die sich die rote Linie zog.
Die Klerikerin richtete sich von ihrer gebeugten Haltung über dem Tisch auf und verschränkte die Arme hinter dem Rücken. Ihr goldblondes Haar und die dunkelgraue Ordensrobe spiegelten die unterschiedlichen Farben des Hologramms wieder.
"Das ist die Karte der uns bekannten Bündniswelten und die rote Linie stellt die Flugroute der Spearhead dar." Sheridan stützte die Hände auf zwei Sessellehnen ab und ließ die Schultern schlaf nach unten hängen, ergab sich kurz dem neuaufkommenden Schmerzen in seinem Rücken.
"Sie ist nicht vollständig, bzw. nicht gerade aktuell." Seine Feststellung war eine glatte Untertreibung. Die Karte zeigte nicht das terranische Imperium als vorherrschende Macht an, sondern die Allianz. Danni Quee fühlte sofort den Unglauben in Sheridan und zum zweiten Mal senkte sich ihre Hand auf die Kontrollfelder. Das Hologramm erneuerte sich, traf den aktuellsten Stand nicht komplett aber war wesentlich näher dran. Sheridan schätzte den jetzigen Aktualitätsstand auf 90 Prozent ein.
"Wir haben unsere Datenbank mit den Sternenkarten der Peragus Station aktualisiert. Dummerweise waren die Karten nicht vollständig. Der Computerkern wurde während der Revolte mehrere Male gehackt. Die Arbeiter wussten was sie taten und nahmen keine Rücksicht auf das Datenarchiv der Miene." Auch wenn sie es wussten, sind dennoch alle tot. Dachte Sheridan mit einer Bitterkeit in sich die er sofort verdrängte.
"Ich könnte versuchen die Karten zu aktualisieren. Das imperiale Shuttle in der Landebucht, der Station, müsste eine vollständige Datenbank enthalten. Vorausgesetzt die Datenchips wurden nicht beschädigt oder entfernt." "Wurden sie nicht, doch der Computer wurde gesperrt. Nicht einmal die Schürfherren konnten die Sperren überbrücken und sie waren sehr hartneckig." Der Superus runzelte die Stirn. Danni Quees Stimme hatte etwas sehr hervorhebendes bei dem Wort; hartneckig.
"Bis auf dem Computerkern des Shuttles, konnten sie alles verwendbare ausbauen und in den Frachträumen der Station zwischenlagern. Den Comuterkern haben sie weder angerührt noch zu überbrücken versucht. Es gab jedoch über 50 versuchte manuelle Zugriffe." "Man hat die Komponenten nicht weiter verwendet?" "Nein." Quee sah Sheridan mit unverdeckter Neugier an und deaktivierte das Hologramm. Das Licht fuhr automatisch auf die vorherige Stufe herauf.
"Wir können das Shuttle wieder flugtauglich machen, wenn Ihr es wünscht. Ich habe angeordnet das die Landebucht und die Komponenten unangetastet bleiben." Der Superus nickte bedächtig und richtete sich wieder zu seiner vollen Größe auf. Ohne ein weiteres Wort ging er wieder der Doppeltür des Konferenzraumes entgegen. Dabei mied Sheridan Dannis Blick und den Kummer den ihre dunkelblauen Augen in ihm auslösten.
"Meister Cordoba, ich fühle das etwas nicht stimmt. Wenn Ihr darüber reden wollt,..." Sheridan drehte sich vor der geöffneten Tür wieder um.
"Mir erscheint das alles sehr rätselhaft. Ganz davon abgesehen, erinnert Ihr mich an jemanden den ich einst kannte. Jemand der mir viel bedeutet hat." Erleichtert kamen Sheridan diese Worte über die Lippen und noch mehr erleichterte es ihn sie mit emotionaler Ausgeglichenheit aussprechen zu können. Ohne die wahre Verwirrung aus seinen Worten klingen zu lassen.
"War das der Grund für Eure Verbannung? Ich meine, ich kenne den Grund. Ihr habt Ihn mir genannt und obwohl Brext Euch nicht glaubt, ich tue es und ich vertraue Euch." Mit einem unbekümmerten Lächeln sah Sheridan wieder aus den Fenstern zur Peragus Station. Dem glühenden Planetoidenkern an der Unterseite, der einfach nicht gefrieren wollte und so grell leuchtete wie eine kleine Sonne. Zum wiederholten Male traf dieser Kleriker auf seine Vergangenheit und auch dieses Mal wollte er die Möglichkeit zurückzukehren nicht ergreifen. Er wünschte sich es hätte mit Solidus und seinem Meister zu tun, dessen Identität noch immer unbekannt war. Er wünschte sich es wäre aus Pflichtgefühl den Befehl des Rates auszuführen, als wiedereingesetzter Meister Kleriker die Gammatron auf diesem Gebiet zu schlagen.

Doch dabei war die Wahrheit eine ganz andere und zwar das er von jenen Gefühlen kontrolliert wurde, die jedem gutgewillten Superus zum Verhängnis wurden, Angst und Wut. Von da an, war es nur noch ein kurzer Pfad zu Hass und Leid.
Angst vor der sich wandelnden Zukunft. Wut aufgrund seines Scheiterns und der Erkenntnis das egal was er tat, alles auf ein und das Selbe hinauslief; sich selbst zu verstecken und passiv zu verhalten. Während die Gammatron im Verborgenen ihr Netz woben und es langsam wie eine Schlinge um die freien Völker zogen. Die Kleriker dienen dem Willen der Dakarta. Zum Schutz der Ohnmächtigen, selbstlos und nur auf das Wohl der anderen bedacht.
Wieso fällt es mir neuerdings so schwer das zu glauben?

Mit einem breiten Lächeln auf den Lippen saß Fey'lyar währenddessen in dem leeren Quartier an Bord der Spearhead und konzentrierte ihre Gedanken auf einen versklavten, verwirrten Geist, den zu befreien ihre selbst auferlegte Aufgabe war.

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Donnerstag, 07. März 2393 - 20:30 Uhr
Ardana Prime - Hauptstadt Oron
Minister Xyn




Xyns glatte Fingerknöchel stachen weiss und blass hervor. Mit den Fingern in einander gesteckt und dem langen Kopf gesenkt, saß er auf der Couch in seiner Residenz. Wartend, geduldig und ausgeglichen.
Eine nachtblaue Fusionslampe stand hoch erhoben auf dem mittleren Sockel des Zimmers und stellte die einzige Lichtquelle da. Lange Schatten zogen sich durch alle Räumlichkeiten. Spendeten zusätzlich Dunkelheit. Die untergehende blaue Sonne von Ardana Prime wärmte das kalte Gesicht des Ardanaers. Xyn hob nur leicht den Kopf, sah aus dem offenen Fenster zur Dachterasse und lächelte dem blauen Himmelsgestirn entgegen. Er erhob sich aus dem warmen Leder seiner Sitzmöglichkeit und näherte sich dem silber blauen Balkon. Die Straßen waren auf Grund der Belagerung und der verhängten Ausgangssperre nur karg belebt in der Hauptstadt. Die allgegenwärtigen Laternen vertieften die dunkelste Straßenecke in bedrückendes Schweigen und machten dabei den Schwarzen Löchern der Galaxis alle Ehre.
Der Ardanaer vollbrachte noch einige Schritte bis seine langen Finger die Brüstung der Terrasse fassen konnten. Er legte die Hände auf dem warmen Gestein ab und schloss die Augen. Sein Lächeln der Sonne entgegen wurde breiter. Die zwingend erforderliche innere Gleichgültigkeit für die Bedürfnisse Anderer vertiefte sich. Xyn war innerlich absolut ausgeglichen.

Aus einem der unzähligen Schatten trat daraufhin der Überbringer des Einen heraus. Xyn spürte seine plötzliche Anwesenheit und nahm das unangekündigte Eindringen ohne Ärger hin. Der Ardanaer wagte es nicht sich umzudrehen. Es scheute ihn davor denn er wusste wie viele noch lebende Wesen es gab. Die es sich nur einmal heraus nahmen einen Leibwächter des Einen anzusehen.
Die Schritte des Leibwächters wahren beherrscht, schwer und träge. Zugleich zeugten sie von der unglaublichen Kraft und Leichtigkeit mit der sie im Stande wahren Bedrohungen auszuschalten. Xyn öffnete die Augen und sah in die untergehende Abendsonne von Ardana. Der Schmerz den die schwächelnden UV-Strahlen seinen Sehorganen zu fügten. Waren absolut bedeutungslos im Vergleich zu der emotionalen Kälte des Leibwächters die er ausströmte. Der Klang einer schweren, schneidenden Stichwaffe auf dem Stein der Terrasse ließ den Ardanaer vor Ehrfurcht zusammen zucken. Wenn ein Leibwächter sprach glich es einem Todesurteil. Das dabei den Klang eines auseinander brechenden Planeten annahm und grausam daran erinnerte das man dem Ziel des Lebens bedeutend näher gekommen war. Das man das eigene Ende praktisch Greifen konnte und in Xyns Fall konnte er es sogar ansehen. Er musste sich nur noch um drehen.
"Der Eine wird heute Abend nicht erscheinen." Der Satz des Leibwächters zerstörte bereits am Anfang die perfekte Harmonie in Xyns Aura. Er fühlte die Woge von Panik in sich. Die bald zu einer Lawine ausarten würde.
"Ich weis." Brachte Xyn mit einer Leichtigkeit hervor die ihn selbst verblüffte. Das zeigte ihm das er sein Innerstes in all der Zeit noch immer nicht ganz erforscht hatte.
"Der Eine hat eine Möglichkeit für Euch. Wiedergutmachung zu leisten." Sprach der Leibwächter weiter. In Xyn erwachte ein Funke der Hoffnung. Der Leibwächter vollführte einen weiteren Schritt. Die einschüchternde Statur des Wesens und dessen lange Extremitäten erschienen nicht deutlicher als ein Hirngespinst in Xyns Augenwinkeln. Würde er jetzt eine unüberlegte Kopfbewegung in die falsche Richtung vollführen. Wäre das Hirngespinst verschwunden und die erbarmungslose Umarmung eines endgültigen existenziellen Zustands würde an dessen Stelle treten. Ein Zustand mit dem sich nur diejenigen auskannten, die es nun einmal taten und für die es kein zurück mehr gab.
Die Opfer der Leibwächter...

Als der Leibwächter wieder lautlos in den Schatten von Xyns Räumlichkeiten verschwand. Ging es ihm schlechter als zuvor. Wiedergutmachung war gut und machbar war sie in diesem Fall ebenfalls. Doch der Instinkt des Ardanaers sagte ihm, das diese Wiedergutmachung nur den Vorteil des raschen Todes mit sich brachte.
Xyn zögerte einen Moment, ergab sich dabei den Ängsten und trotzigen Gefühlen in sich. Bevor nach unzähligen Abzweigungen, Spurwechseln und Sackgassen die seine Gedanken nahmen. Sie wieder beim Überbringer der Möglichkeit waren. Er atmete mehrere male tief und schwer ein. Eine andere Möglichkeit existierte nicht. Nicht wenn er an die Bestrafung für erneuten Ungehorsam dachte. Der Überbringer war ein Leibwächter. Nun ist mir auch der Tod ein willkommener Freund geworden und selbst er verhöhnt mich jetzt.

Am Fuß des Sockels lag der Datenblock wie der Leibwächter gesagt hatte. Mit zittrigen Fingern nahm Xyn ihn auf. Namen, Orte, ein Schiff und das Ziel befanden sich darauf. Der Ardanaer einverleibte sich die Daten im Gedächtnis und trat auf Armlänge an seinen Arbeitscomputer heran.
"Sprechen Sie Minister." Stammelte der entenförmige Kopf des Droiden auf dem Bildschirm.
"Ich muss unverzüglich mit Daultay Thrawn sprechen." Forderte Xyn.
"Der Commander der Belagerungstreitmacht befindet sich zur Zeit nicht auf dem Planeten." Wendete der hirnlose Metallsoldat ein. Xyn überlegte sich eine Alternative. Eine die ebenfalls akzeptabel war und ihm den Tod schenken würde. Er warf einen raschen Blick auf den Datenblock.
"Im Orbit liegt ein Schiff. Eines das zur Zeit festgehalten wird weil es das System angeflogen hat---" "Diese Information ist nicht gespeichert. Ende der Übertragung." Verdutzt starrte der Ardanaer den schwarzen Bildschirm an. In seinem Kopf arbeitete der Denkmotor unter Hochdruck. Erneut kontaktierte er die Administration der Handelsallianz auf Ardana.
"Ich bin Minister Xyn von Ardana. Wagen Sie es nicht mit mir in diesem Tonfall zu sprechen Droide oder ich lege eine Beschwerde bei ihrer führenden Rechenmatrix vor und sorge dafür das man sie desintegrieren lässt." Für einen Moment schien es nicht als würde diese Drohung frucht tragen und der Minister war bereits am ausklügeln einer weiteren Idee.
"Verzeihen Sie Minister Xyn. Ich stelle Sie sofort zur Flugkontrolle der TA auf Ardana durch."

Es dauerte keine Sekunde und ein weiterer Droide vom selben Typ, jedoch mit anderen farblichen Erkennungszeichen, erschien auf dem Bildschirm. Im Hintergrund erkannte Xyn den einzigen Schiffshangar der Hauptstadt. Die Schemen von bewaffneten Kampfdroiden huschten vor den Schiffen hin und her.
"Ja Minister?" "Im Orbit befindet sich meines Wissens ein Schiff und ich meine nicht die Doomgiver. Eines unbekannter Bauart. Es trägt den Namen..." Xyn warf wieder einen Blick auf den Datenblock. Die terranische Schrift war ihm einfach zu wider. "...Spearhead. Ich will es besichtigen. Jetzt!"

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