Alpha Universe
Zur Startseite Registrierung Kalender Mitgliederliste Suche
Teammitglieder Häufig gestellte Fragen Top-Poster des Monats Datenbank Galerie  

Alpha Universe » Suche » Suchergebnis » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Zeige Beiträge 1 bis 9 von 9 Treffern
Autor Beitrag
Thema: "Was ist denn bloß in den Badlands los?"
Jihan Paris-Roven

Antworten: 57
Hits: 17.705
25.09.2007 15:33 Forum: Archiv ISB Freedom


Jihan Paris-Roven
I.S.B. FREEDOM – Brücke der Dark Angel – Mittwoch, 18. Juli 2393, gegen 0900 Uhr


Stille senkte sich über die Besatzung des Kommandostandes, als auf dem Schirm die Andockklammer eingeblendet wurde und ein Signallicht auf die bevorstehende Lösung der Verbindung hindeutete. Es war jene Art von Schweigen, die konzentriertes Arbeiten anzeigte, das für Jihan aber gleichsam ein Ausdruck latenter Nervosität darstellte. An ihr war es in diesem Moment nicht, die Arbeit zu verrichten. Ihre Vorbereitungen waren getroffen, der Antrieb mit Energie versorgt und die Steuerdüsen standen unter der ständigen Überwachung mehrerer systemseitiger Protokolle. Für sie hieß es warten. Und auch wenn es dazu eigentlich keinen Grund gab, kam sie sich dennoch ein wenig ahnungslos und fehl am Platze vor. Die Art von Sicherheit, mit der man auch temporäre Untätigkeit souverän überdecken konnte, kam mit der Erfahrung. Und genau die fehlte ihr in einer Hierarchie wie dieser.

Den Moment des Abdockens quittierte das Schiff mit einem sanften Ruck und ein leiser und doch klar zu interpretierender Laut ging durch die Struktur des Schiffes, als sich das Material in eine Form fügte, die der Dehnung und Kontraktion durch das wechselseitig einfallende Sonnenlicht (und die damit einhergehende einseitige Erwärmung des metallenen Rumpfes) entsprach. Die Andockklammern hatten dies in Teilen verhindert.
„Manövertriebwerke auf vollen Schub.“ Der Navigationsoffizier vermeldete den Status des Schiffes im Tonfall eines erfahrenen Profis. Er sah dabei nicht von seiner Konsole auf. „Distanz zur Station liegt nun bei 4000 Metern.“ Es war die Vorwarnung. Nur wenige Augenblicke wendete das Schiff ruckartig und beschleunigte in einem Maße, dass die Trägheitsdämpfer nicht zur Gänze kompensieren konnten. Ich spürte Beschleunigungskräfte auf mich wirken, während der kompakte Rumpf des Schiffes herum schwang und sich dann mit katzengleicher Eleganz durch den Raum bewegte.


Jihan Paris-Roven
I.S.B. FREEDOM – Brücke der Dark Angel – Mittwoch, 18. Juli 2393, 1050 Uhr


Kaum kam das Schiff zur Ruhe, erfolgte die Nachfrage des Kommandanten.
„Status der primären Systeme?“ Sie galt unzweifelhaft mir. Mein Blick hob sich nicht von meiner Konsole, während meine Finger gleichsam darüber tanzten.
„Antrieb bei 100%, taktische Systeme ebenfalls. Trägheitsdämpfer derzeit bei 87, aber sie werden soeben repariert. Geschätzte Zeit bis zur Fertigstellung…“ Ich unterbrach mich kurz, sah auf die Meldung aus dem Maschinenraum und stellte dann eine kurze Überschlagsrechnung an. „…12 Minuten, Sir.“
„Können wir unseren Flug unterdessen fortsetzen?“ Ich holte tief Luft, besah mir die Anzeigen neuerlich und wandte mich dann um.
„Ja, Sir. Aber ich rate von einem Einflug in die Badlands vor Abschluss der Instandsetzung ab.“ Ramius sah mich mit unbewegter Miene an und nickte dann. Seine nächste Anweisung galt dem Navigator.
„Setzen Sie Kurs auf die Badlands, halbe Impulskraft.“

(435 Wörter)
Thema: "Was ist denn bloß in den Badlands los?"
Jihan Paris-Roven

Antworten: 57
Hits: 17.705
07.09.2007 22:23 Forum: Archiv ISB Freedom


Jihan Paris-Roven
I.S.B. FREEDOM – Maschinenraum der Dark Angel – Mittwoch, 18. Juli 2393, gegen 0720 Uhr


Die Dark Angel glich, wie kaum ein anderes Schiff, einem völlig überzüchteten Tier. Und wie bei jedem solchen Exemplar gab es auch hier Handicaps, die man zur Erreichung des Ziels in diesem speziellen Falle in Kauf genommen hatte. Bei der Defiant waren das im Wesentlichen der immense Energieverbrauch, der sich äußerst nachteilig auf die Tiefenraumtauglichkeit des Schiffes auszuwirken verstand, und der nur sehr beschränkte Platz. Diesem Umstand war es auch zu verdanken, dass es für den leitenden Ingenieur keinen eigenen Raum gab, sondern lediglich einen, wie alles auf diesem Schiff, beengten Arbeitsplatz. Doch das war es nicht, was Jihan störte, befand sich ihr Platz doch in der Regel auf dem Kommandodeck, gemeinhin auch als Brücke bezeichnet. Es bot sich ihr allerdings, und das vermochte ihren Missmut hervorzurufen, im Moment keine Rückzugsmöglichkeit um denen aus dem Weg zu gehen, die sich ihren Anweisungen zwar zu beugen hatten, die ihr rangmäßig aber dennoch übergeordnet waren. Jihan selbst legte nicht allzu viel Wert auf das, was sich auf dem Kragen befand und konnte die Verstimmung dennoch in Teilen verstehen. Dieses Verständnis stieß allerdings an seine Grenzen, wenn es darum ging, die erst kürzlich implementierten Änderungen der Schildemitter zu testen und zu kalibrieren. Vor dem Start war dazu keine Möglichkeit mehr gewesen. Lediglich, und das streute noch mehr Salz in die leidlich geöffnete Wunde, das Eintreffen McNiels verhinderte eine offene Eskalation und brachte den Aufmüpfigen, wohl eher vorläufig, zur Räson. Kurz bevor er ihr die Analyse überantwortete.


Jihan Paris-Roven
I.S.B. FREEDOM – Brücke der Dark Angel – Mittwoch, 18. Juli 2393, gegen 0830 Uhr


„Kompatibilitätscheck erfolgreich. Ebene-2-Diagnose hat keine intermodalen Probleme aufzeigen können. Das Schiff ist einsatzbereit.“ Jihan hatte diese Meldung bereits von sich gegeben, während sich die Tür des Turboliftes gerade hinter ihr schloss. Ramius wandte ihr den Kopf zu, zeigte zuerst gar keine Regung und nickte dann leicht.
„Guten Tag, Gefreiter.“ insistierte er, sein Tonfall aber war genauso ausdruckslos wie sein Gesicht. Die Ingenieurin sah sich deutlich auf ihren protokollarischen Fehltritt hingewiesen, bemühte sich aber, das nach außen hin nicht zu zeigen. Sie erwiderte seine grüßende Geste.
„Guten Tag, Oberst. Ich bitte um Erlaubnis, meinen Dienst auf der Brücke verrichten zu können.“ Ihres Postens wegen stand ihr diese Freiheit durchaus zu, aber bisher hatte sie den Kommandostand nicht betreten, wenn der kommandierende Offizier anwesend gewesen war. Es gehörte zu einem weiteren Aspekt des Protokolls, den CO um seine Erlaubnis zu bitten, sich in dessen ureigenstem Refugium zu bewegen.
„Gewährt.“ Damit war für den Obersten das Thema ganz offensichtlich beendet. Er wandte seinen Blick wieder dem Hauptschirm zu und entließ die Gefreite damit aus dem Gespräch. Diese wandte sich wortlos ab und nahm an dem der Technik gewidmetem Panel Platz.
„Maschinenkontrollen auf die Brücke.“

(464 Wörter)
Thema: Mission am 09.09.2007 ???
Jihan Paris-Roven

Antworten: 9
Hits: 2.912
07.09.2007 18:05 Forum: Archiv CLEOPATRA


Wenn geht, würde ich sicher mitspielen.
Thema: "Was ist denn bloß in den Badlands los?"
Jihan Paris-Roven

Antworten: 57
Hits: 17.705
04.09.2007 19:29 Forum: Archiv ISB Freedom


Lyret, Jihan Paris-Roven
I.S.B. FREEDOM - Bereitschaftsraum des Kommandanten - Sonntag, 15. Juli 2393, gegen 1315 Uhr


Jihan hatte kaum Gelegenheit gehabt, das technische Herz der Station eingehend zu inspizieren. Wie man es von ihr erwartet hatte, hatte sie sich im Groben mit den Spezifikationen vertraut gemacht, hatte sich über die verbaute Fremdtechnologie informiert und wusste aus dem Stand die wichtigsten Kennwerte und Gerätschaften herzubeten. Doch wirklich kennen lernen konnte man ein technisches Gebilde von solcher Komplexität nur, wenn man es sah, es erlebte, seine Eigenheiten erkannte. So sehr sich die Bauteile und –gruppen innerhalb der Sternenflotte auch ähnelten, so altbewährt ein Funktionsprinzip auch war, in jedem Schiff und in jeder Station traten bestimmte Dinge auf, die charakteristisch für diese spezielle Einheit waren. Es gaben ihr einen Charakter, eine Seele. Und diesen zu erkennen, war nun ihre vordringliche Aufgabe.

Von dieser aber wurde sie nur kurz nach Beginn wieder weggerufen. Hauptmann Lyret. Jihan erinnerte sich dunkel an den Namen im Exposé über die Offiziere an Bord, konnte ihm aber spontan kein Gesicht zuordnen. Dennoch quittierte sie den Befehl wie sie es sich verinnerlicht hatte und setzte sich umgehend in Bewegung.
Mitten auf dem Weg hielt sie inne, sah sich um, nach vorn und zurück. In einem Moment, in dem niemand anwesend zu sein schien, konsultierte sie ein in die Wand eingelassenes Panel, um sich nach dem Weg zu erkundigen. Drei Minuten und vierundvierzig Sekunden später erreichte sie ihr Ziel.
“Gefreite Paris-Roven meldet sich wie befohlen.“

Lyret stand an ihrem Terminal sie war nach wie vor mit den Simulationen beschäftigt, als die Gefreite eintrat und sich meldete. Lyret wandte ihren Kopf, musterte sie kurz aber gründlich. Das war also die neue EO der Freedom, es war sehr praktisch das dieser Posten jetzt neu besetzt wurde das konnte ihre Verbesserungen schneller in die Tat umsetzen lassen. "Sie sind also die neue EO, Gefreite Paris-Roven – sehr gut. Kommen sie näher ich habe eine Aufgabe für sie, wir haben 3 Tage um die Schilde der Dark Angel Widerstandsfähiger zu machen.“ Lyret wartet bis Paris-Roven an ihre Station getreten war und schaltet dann die Modifikationen des Schildsystemes auf den Schirm, mit dem zusätzlichen System wartet sie zunächst. „ Ich werde sie nachher auf der Station noch etwas herumführen – doch zuerst haben wir diese Aufgabe zu erledigen.“ Sagte sie in einem Tonfall der deutlich machte dass sie keine Verzögerung zulassen würde. Es war nicht viel Zeit um alles in die Tat umzusetzen und wenn sie die neue EO forderte gab ihr dies eine Gelegenheit sich zu beweisen, zu zeigen was sie konnte. Sie wartete in aller Ruhe während Paris-Roven die Daten studierte.


Jihan zwang sich zur Sorgfalt, als sie die Spezifikationen las. Einmal, zweimal. Erst dann konnte sie sich sicher sein, nichts Wesentliches übersehen und die Eckdaten auch behalten zu haben. Schließlich hob sie den Kopf und musterte die Rihannsu abwartend. Diese setzte sich allerdings ohne sich um eine Antwort zu bemühen in Bewegung und steuerte auf eine weitere Station zu, auf deren großem Display mehrere Diagramme abgebildet waren. Es kostete die Ingenieurin mehrere Sekunden, bis sie alle Inhalte erfasst hatte. Dann nickte sie knapp.
„Mir fallen spontan drei Wege ein, die Schilde zu modifizieren.“ Sie hatte den Blick nicht von den Anzeigen wegbewegt und sprach, ohne ihren Gesprächspartner anzusehen. „Das kommt aber ganz darauf an, welches Ziel die Verbesserung haben soll. Die Optimierung läuft immer nur in Richtung eines Parameters.“

Was die Gefreite sagte war Lyret nicht neu und genau an diesem Punkt wurde es interessant.
„Die Optimierungen sollten sehr umfassend sein, ein Parameter ist möglicherweise nicht genug! Die Schilde müssen leistungsfähiger sein als je zuvor. Wir werden in 3 Tagen in die Badlands aufbrechen und dort werden es wieder mit Plasmaentladungen zu tun bekommen.“ Lyret schaut Paris-Roven an. „Viele Möglichkeiten haben wir nicht.“ Fügte sie hinzu, bestärkt das beste daraus zu machen aus den Möglichkeiten die da waren.

Plasmaentladungen also. Nichts, was einem den Tag versüßen konnte, aber mit dieser Information ließ sich arbeiten, wie die Ingenieurin befand. Anstatt die Rihannsu ob ihrer doch etwas befremdlich arroganten Art anzugehen, wie es vor einiger Zeit noch ihrem Naturell entsprochen hatte, nickte sie nur knapp und trat nun so nah an die Konsole heran, dass sie das Bedienpanel bequem erreichen konnte. Sie rief sich einige Daten auf und stellte sie auf dem Display dar. Lyret widmete ihnen ihre Aufmerksamkeit und auch Jihan war eine Weile befasst, das Gesehene aufzunehmen und zu verarbeiten.
„Die Plasmaentladungen hier zeichnen sich durch ihre hohe Energiedichte aus.“ Hohes energetisches Potential im Verhältnis zu einer nur sehr begrenzten räumlichen Ausdehnung, zumindest im Vergleich zu anderen Phänomenen dieser Art. Die geringe Größe machte sie zudem nur schwer zu orten, wo doch das ganze Umfeld der Badlands dazu prädestiniert war, deren Signaturen zu verbergen. Die Wissenschaftlerin nickte ob ihrer Worte.
„Also brauchen wir eine verbesserte Ableitung der durch die Entladung aufgenommenen Energie.“ Jihan fuhr mit ihrem kleinen Vortrag fort und legte nur hin und wieder eine Pause ein, um sich der Zustimmung Lyrets zu versichern. „Ich glaube…“ konstatierte sie schließlich nach einigen Minuten des lauten Gedankenaustauschs mit einem leisen Lächeln im Gesicht. „…ich habe eine Idee.“

Lyret sagte darauf nichts, sie schaut Jihan nur an, der Blick ihrer dunklen Augen wurde beinahe durchdringend. Diese Idee hatte sie bereits in betracht gezogen doch war es in 3 Tagen möglich es so effektiv zu verändern das diese Ableitung auch Plasmatorpedos standhalten konnte – zumindest eine weile? Sie nickte dann bestätigend - die Idee war gut. „Diese Idee der Ableitung ist eine Möglichkeit… allerdings sollte sie in 3 Tagen einsatzbereit sein und… „Plasmaentladungen“ standhalten die Torpedostärke entsprechen und diese Konzentration aufweisen. Derjenige der dort Waffentests durchgeführt hat wird es sicher nicht zulassen, dass wir uns dort näher umsehen. Also wie war die Idee? Fragte sie knapp.

Jihans Lippen umspielte ein feines Lächeln, während sie sich in Gedanken ihre Worte zurecht legte. Die Idee selbst war simpel, nur die Umsetzung konnte zum Problem werden, weniger zeitlich, mehr was die Ausrüstung anging. Sie setzte zu sprechen an.
„Wie Sie wissen, werden die Schilde durch eine umlaufende Erregerwelle aktiviert und aufrechterhalten.“ Alle 0,2 Millisekunden umlief eine Art Initiationsimpuls das Schiff und „baute“ die energetische Struktur der Schilde jedes Mal neu auf. Es war an sich kein Geheimnis und die Aussage diente auch lediglich dazu, die Wissenschaftlerin von vornherein auf die Richtung der Gedankengänge der Technikerin aufmerksam zu machen. Lyret nickte zum Zeichen des Verstehens.
„Es wäre eine Möglichkeit, diese umlaufende Erregung durch eine Kontinuierliche zu ersetzen, als mit einem über die Fläche konstanten, punktförmigen Energieeintrag in das Gitter. So wie…“ Jihan unterbrach sich, um einen passenden Vergleich zu finden. „…Regentropfen auf einer Wasseroberfläche.“ Lyret schien noch immer skeptisch. Ob es an der Idee lag oder der Tatsache, dass Jihan offenbar davon ausgegangen war, dass ein solch einfacher Vergleich zum Verstehen notwendig gewesen war, konnte eben jene nicht sagen. Sie fuhr in ihren Erläuterungen fort. „Damit ist die Schildstärke zu jeder Zeit nahezu konstant und lässt sich zum Ende einer jeden Periode nach. Das hat…“ Beinah kam sich die Ingenieurin vor wie in einem Werbefilm. „…zudem den Vorteil, dass wir so auch, wenn wir etwas mehr Zeit haben, also nicht gleich, den Energieoutput abhängig von der Beanspruchung zu verteilen. Quasi induktiv.“

Lyret schaut sie scharf an, sie schätzte Fakten - keine Vorträge.
"Die Schildstärke ist konstant und läßt dann nach? Es geht darum die schilde zu verstärken - dauerhaft. Was einen energieoutput angeht der verteilt wird... das kst bereits schon möglich einzelne schimfelder mit mehr energie zu versorgen. Wie unterscheidet sich ihre Idee davon? Wenn wir dort draussen beschossen werden - haben wir möglicherweise keine Zeit das manuell zu regeln" Lyret schaute sie an und wartete. Was sie nicht schätzte waren Vorträge die nicht klar deffiniert waren.

Jihan musste an sich halten, ihr Augenrollen nicht zu zeigen. In ihren Augen erschienen ihre Erläuterungen sinnig, die Materie war ihr bis ins Mark vertraut. Allerdings, und das vergaß sie nur allzu oft, war das nicht bei jedem der Fall. Sie war damit aufgewachsen. Andere Leute hatten aber durchaus andere Hobbies.
„Auch die durch die Erregerwelle initiierten Schilde lassen in ihrer Schildstärke zum Ende der Periode hin nach. Bei einer punktförmigen Erregung ist die Periode selbst aber kürzer, der Energieabfall also geringer. Über die gesamte Fläche integriert also ein höheres Energieniveau und damit stärkere Schilde.“ Kürzer ging die Erklärung kaum. „Und wenn wir dann etwas mehr Zeit haben, können wir uns auch daran setzen, den Output selbst zu erhöhen. Das hat allerdings, zumindest gehe ich stark davon aus, nicht nur softwareseitige Änderungen an den Emittern zur Folge, wäre also in drei Tagen nicht zu machen.“ Die Ingenieurin hatte die Augenbrauen nach oben gezogen und musterte ihr Gegenüber mit einem Blick, der so neutral wie möglich sein sollte, von dem sie aber nicht wusste, ob er es tatsächlich war.

(1463 Wörter)
Thema: Missionstermin: Mission I.S.S. SANDSTORM am 26.07.2007
Jihan Paris-Roven

Antworten: 9
Hits: 4.594
23.07.2007 12:38 Forum: I.S.S. Sandstorm ICC-1303-A (Intrepid Klasse)


Ich werde, da am Folgetag eine Prüfung ansteht, auch nicht da sein. Auch wenn das letzte Mal sehr unterhaltsam war. großes Grinsen
Thema: Komissarischer CO für die Sandstorm
Jihan Paris-Roven

Antworten: 8
Hits: 4.999
18.07.2007 16:36 Forum: I.S.S. Sandstorm ICC-1303-A (Intrepid Klasse)


Wenn möglich würde ich auch mal reingucken wollen.
Thema: "Was ist denn bloß in den Badlands los?"
Jihan Paris-Roven

Antworten: 57
Hits: 17.705
17.07.2007 14:48 Forum: Archiv ISB Freedom


Jihan Paris-Roven
I.S.B. FREEDOM - Bereitschaftsraum des Kommandanten - Sonntag, 15. Juli 2393, gegen 1135 Uhr


Pluralis majestatis. Jihan war irritiert. Erst recht nachdem sich der Captain als derart jovial gezeigt hatte. Die Ingenieurin hielt es für eine Maske und war damit auch nicht weit von der Wahrheit entfernt, zumindest so lange der subjektive Eindruck von Falsch und Richtig den Moment überdauern würde. Tat er das? Sie war unschlüssig.
„Darjeeling, mit Milch und Zucker, Sir.“ Oder wäre es klüger gewesen abzulehnen? Sie war kein Freund solch in ihren Augen heuchlerischer Diplomatie. Wie Ramius das einschätzen würde, blieb offen. Wie so vieles innerhalb dieses kurzen Treffens. Der Captain hingegen, den sie nun nur in seine Gestik aber nicht in der Mimik beobachten konnte, entnahm dem Replikator zwei Tassen und kehrte zu seinem Tisch zurück.
„Bitte.“ Mit einer Kopfbewegung bedeutete er ihr, sich zu bedienen.
„Danke, Captain.“ Sie nickte zur Bekräftigung ihrer Worte, unterließ es in diesem Moment aber, die Tasse aufzunehmen. Das Getränk würde ohnehin noch viel zu heiß sein. Ramius nahm Platz, lehnte sich in seinem Stuhl zurück und musterte seinen Gast offen.

„Nun...?“ Sie hatte nicht erwartet, dass er von seiner Nachfrage lassen würde, diese Tatsache aber spendete nur wenig Trost. Was genau beabsichtigte er mit dieser Frage? Wollte er tatsächlich ihre Schwächen wissen? Generell etwas über sie erfahren? Was stand überhaupt in ihrer Personalakte?
„Ich bin verheiratet.“ Sie begann offensiv, wie sie selbst befand und provozierte damit das nach oben wandern einer Augenbraue.
„Definieren Sie das als Schwäche?“ Also doch.
„Nein, Sir, das tue ich nicht. Aber ich halte es für eine mitteilenswürdige Tatsache.“ Jihan vermittelte einen beinah trotzigen Eindruck. Ramius hingegen gab sich völlig unbeeindruckt. Er nickte knapp und deutete ihr somit an fortzufahren. Und wieder tat sich die Frage auf... Diesmal allerdings half er aus.
„Wo kommen Sie her, Rekrut?“ Keine gute Frage, auch wenn sie nahe liegend war. Zu nahe liegend.
„Evadne II.“
„Die Wasserwelt?“ Paris-Roven nickte.
„Ich stamme aus einem der Habitate im Viermeer.“ Ein verheerendes Seebeben, ausgelöst durch den Absturz eines der kleinen Monde des Planeten, hatte die Welt vor einigen Jahren mit einem Schlag unbewohnbar gemacht. Die Habitate der kleinen Schürfer, die sich mit der Suche nach Latinum ihren Lebensunterhalt zu sichern versucht hatten, waren von einer Druckwelle immensen Ausmaßes buchstäblich weg gespült worden. Auch der Komplex ihrer Familie. Tausende hatten das kalte Inferno nicht überlebt.
„Waren Sie dabei?“ Einen Augenblick lang wurde ihr Blick glasig, dann fing sie sich, rief sich innerlich zur Ordnung und nickte schließlich.
„Ja, Sir. Es war uns möglich zu entkommen.“
„Lebt Ihr Mann noch?“ In Jihan erwachte eine Spur von Trotz.
„Ja, Captain. Ich bin nicht verwitwet.“ stellte sie eine Spur zu scharf fest.
„Und wo ist Ihr Mann jetzt?“ Gute Frage. Er hatte es ihr nicht sagen dürfen.
„Er ist CO der ISS Shogun, Sir.“ Das musste reichen und tatsächlich tat es das auch, wenn auch der Grund ein anderer war, als sie selbst vermutet hätte. Ramius legte die Stirn in Falten.
„Verzeihen Sie die Frage, aber wie alt sind Sie?“

Jihan hatte sich erst spät für eine militärische Laufbahn entschieden, mehr aus der Not heraus, nach der Katastrophe auf Evadne II vor dem sprichwörtlichen Nichts zu stehen. Das auf der unterseeischen Station und in einem Studium angeeignete Wissen hätte ihr an sich genügt, um ihr Leben lang die diffizile Technik ihres Habitat und der Schürfausrüstung zu unterhalten und weiter zu entwickeln. Sie hatte das Leben unter dem Meer geliebt. Nun aber...
Letztlich war das All kaum etwas anderes als ein großer Ozean, ihrer Spezies gegenüber lebensfeindlich und dennoch war es gelungen, ihn zu bevölkern, zu bereisen und zu bewohnen. Nur ankommen würde man vermutlich nie.
„26 Standardjahre, Sir.“

(599 Wörter)
Ein bisschen was zum Char. Ich hoffe, das passt so. Wenn nicht einfach schreien. Augenzwinkern
Thema: "Was ist denn bloß in den Badlands los?"
Jihan Paris-Roven

Antworten: 57
Hits: 17.705
15.07.2007 12:29 Forum: Archiv ISB Freedom


Jihan Paris-Roven
I.S.B. FREEDOM - Andockschleuse, Weg zur OPS und Bereitschaftsraum des Kommandanten - Sonntag, 15. Juli 2393, gegen 1100 Uhr


Jihan warf noch einen letzten Blick auf das PADD mit der verzeichneten Subraumnachricht, Ausdruck und Hohn einer Ehe gleichermaßen, die sie kaum noch führte. Er war irgendwo, sie irgendwo anders. Und letztlich war es vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis die aufrichtig und tief empfundene Liebe diesen Belastungen nicht mehr standhalten würde. Dieser Gedanke zumindest drängte sich ihr auf und irgendwo tief in ihr stach er so vernehmlich und beinah körperlich, dass sie ob dessen das Gesicht verzog. Keiner sah es.
Die Ingenieurin erhob sich und schloss sich dem Strom der Passagiere an, der sich in beinah aufreizender Langsamkeit in Richtung der Luftschleuse schob. Das Ende einer zähen Reise war da und markierte zugleich den Beginn eines Lebensabschnitts, der sich vom bisher Erlebten grundlegend unterschied. Er hatte sie gewarnt, angedeutet, dass sie eventuelle Probleme haben würde, hatte seine Erfahrungen dargelegt und ihr viel Erfolg gewünscht. Der Sprung ins kalte Wasser war nun an ihr.

Das Wasser fühlte sich nicht kalt an, als sie das erste Mal einen Fuß auf die Station setzte. Die Konstruktion der Luftschleuse war kühl, sachlich, cardassianisch. Zahnrädern gleich bewegten sich die Tore beiseite und am stationsseitigen Ausgang betrachteten zwei Mitglieder der Stationssicherheit suchend den Strom der Reisenden. Ihre Uniform schließlich identifizierte sie, eine kurze Nachfrage erbrachte die letzte Gewissheit und umstandslos setzte man an, sie zur OPS zu führen. Begrüßung durch den Kommandanten. Bart hatte von ihm erzählt.
Die zwei Chargen traten den Weg zum Kommandodeck der Station gleich an. Jihan, mit dem Aufbau der Station bisher nur rudimentär vertraut, bemerkte es einen Hauch zu spät.
„Ist es möglich, vorher das Gepäck in mein Quartier zu bringen?“ Die Frage war bestenfalls rhetorisch und jeder wusste das. Die ihr noch immer nicht namentlich bekannten Personen sahen sich kurz an, einer nahm schließlich ihre Tasche mit den wenigen persönlichen Gegenständen, die sie vor den Wassermassen auf dem Planeten, den man nur unter dem Namen Evadne II aussprechen konnte, hatte retten können, und verschwand. Der verbliebene deutete mit einer Handbewegung in Richtung Lift.

Der Anblick der OPS barg für die Rekrutin keine sachlichen Neuigkeiten. Dennoch war es ein faszinierendes Gefühl, die Kommandobrücke der Station nun tatsächlich zu sehen und auch zu betreten. Sie ging langsam, sah sich um und versuchte sich die Atmosphäre des ersten Eindrucks gut einzuprägen. Ihr Blick auf diese Einrichtung würde sich ändern, das war ihr bewusst. Dieser Moment der beinah kindlichen Freude über die Entdeckung von etwas Neuem, Großem aber war es wert, konserviert zu werden. Sie war da. Zu keiner Zeit ihrer Karriere bisher hatte sie das so konkret erfühlen können.

„Hier entlang bitte.“ Offenbar war der Moment etwas zu lang geworden. Die Sicherheitskraft deutete auf eine Tür, hinter der ihr Ziel lag. Die Technikerin wusste, welcher Raum dies war. Sie nickte knapp und folgte der Aufforderung. Die Türflügel glitten leise beiseite.
„Captain Ramius, Rekrut Paris-Roven meldet sich zum Dienst!“

(497 Wörter)
Thema: Weiteres Vorgehen
Jihan Paris-Roven

Antworten: 8
Hits: 3.260
14.07.2007 20:14 Forum: Archiv ISB Freedom


Ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin, aber ich sollte mich auf der Freedom melden, wegen des wieder anlaufenden Foren-RPGs. Nun... hier bin ich. Augenzwinkern

Auf die Frage, wie ich verfügbar bin: Kommt ganz auf das Aufkommen an, mit dem ihr hier schreibt. Tendentiell aber erst gegen Ende des Monats. Vorher nur sporadisch.

Und wenn ich gar nicht richtig hier sein sollte, bitte hauen, schreien oder irgendwie anders drauf hinweisen.

Grüße
da Jihan
Zeige Beiträge 1 bis 9 von 9 Treffern



  Forensoftware: Burning Board 2.3.4, entwickelt von WoltLab GmbH Isolinear Computer Library Database (ICLD)